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Luzerner Regierungsrat verteidigt schwarze Liste

1 min Lesezeit 26.10.2015, 09:42 Uhr

Im Kanton Luzern landen Personen, die ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlen, auf einer schwarzen Liste. Das will die Fraktion der Grünen des Kantonsrates mittels einer Motion ändern (zentral+ berichtete). Doch nicht nur die Grünen, sondern auch Ärzte, Spitäler und Krankenkassen kritisieren die schwarze Liste. In Schaffhausen wurde die schwarze Liste gar kurzerhand wieder abgeschafft. Denn: Der Mehraufwand sei erheblich, der Nutzen hingegen nur sehr gering. 

Anders sieht das der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf. Im Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung» verteidigt er den Nutzen der Liste. «Es kann nicht behauptet werden, die Liste würde zu einer medizinischen Unterversorgung führen», so Graf. «Da eine Notfallbehandlung auch dann gewährleistet ist, wenn ein Patient seine Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht bezahlt hat.» Dies war jedoch anscheinend in Vergangenheit nicht immer der Fall.

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Es gebe noch acht weitere Kantone, die ebenfalls eine Liste der säumigen Zahler führen, antwortet Graf auf die Frage, ob als  Vertreter jener Partei, die das Wort christlich im Namen führt, zu diesem System stehen kann.

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