Luzerner Regierung lehnt Gratis-Tampons ab – weil es «neue Ungleichheiten schafft»
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Eine Frau hat im Durchschnitt 500 Regelbluten in ihrem Leben. Das kostet sie auch ordentlich Geld. (Symbolbild: Adobe Stock)

SP ist sauer Luzerner Regierung lehnt Gratis-Tampons ab – weil es «neue Ungleichheiten schafft»

4 min Lesezeit 26 Kommentare 07.04.2021, 05:07 Uhr

An öffentlichen Institutionen wie Schulen sollen Gratis-Tampons und -Binden bereitliegen, forderte der Luzerner SP-Kantonsrat Hasan Candan. Die Regierung ist dagegen, weil damit neue Ungleichheiten entstehen würden. Candan ist unzufrieden – und findet: Die Argumente seien an den Haaren herbeigezogen.

Menstruieren geht ordentlich ins Geld. Schliesslich müssen Hygieneprodukte wie Tampons und Binden und allenfalls auch Schmerzmittel gekauft werden. Darauf muss Frau einmal im Monat zurückgreifen – für insgesamt nicht weniger als durchschnittlich 500 Regelblutungen in ihrem Leben.

Das spüren viele auch im Portemonnaie. Laut der britischen «Huffpost» müssen britische Frauen gemäss Studien in ihrem Leben 20’500 Euro für ihre Menstruation ausgeben.

In der Schweiz unterliegen Tampons und Binden zudem der Mehrwertsteuer von 7,7 Prozent. Sie zählen – anders als zum Beispiel Lebensmittel, Katzenstreu oder gar Viagra – nicht zum täglichen Bedarf und werden darum nicht zum reduzierten Satz von 2,5 Prozent besteuert. Gegen diese sogenannte «Blutsteuer» erhebt sich Widerstand. Mit einem Vorstoss forderte der inzwischen zurückgetretene SP-Nationalrat Jacques-André Maire die Abschaffung dieser erhöhten Mehrwertsteuer auf Binden und Tampons. Der Nationalrat hat die Motion des Neuenburgers 2019 angenommen.

Toilettenpapier, aber keine Tampons …

Während in allen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen Toilettenpapier zur Verfügung gestellt wird, gibt es an selber Stelle weder Tampons noch Binden. «Und das, obwohl es sich ebenfalls um einen Grundbedarf handelt, denn Frauen können es sich nicht aussuchen, ob sie die Regelblutung haben möchten oder nicht», wundert sich SP-Kantonsrat Hasan Candan.

Der Kanton Luzern soll deswegen in öffentlichen Gebäuden kostenlos Tampons und Binden zur Verfügung stellen. Damit würde durch die öffentliche Hand «eine alltägliche, aber wenig diskutierte Ungerechtigkeit» beseitigt werden, so Candan, der einen entsprechenden Vorstoss im Luzerner Kantonsrat einreichte. Auch anderswo kommt das Thema immer wieder aufs politische Parkett. So unter anderem auch in Bern – wo sich der Grosse Rat letztes Jahr gegen die Bereitstellung von Tampons und Binden an öffentlichen Schulen ausgesprochen hat.

Die Luzerner Regierung will von Gratis-Tampons und -Binden ebenfalls nichts wissen, wie aus der jetzt vorliegenden Antwort hervorgeht. Die Regierung beantragt, das Postulat des SP-Politikers abzulehnen. Sie findet zwar auch: Solche Artikel sind zum Teil eine spürbare finanzielle Belastung für Mädchen und Frauen. Es seien Güter des Grundbedarfs, die für alle «rasch und kostengünstig» verfügbar sein sollten.

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Gratis-Tampons würden neue Ungleichheiten schaffen

Die Regierung will aber schweizweit einheitliche Lösungen anstreben. Sie begrüsst, dass für Tampons und Binden künftig der reduzierte Mehrwertssteuersatz gelten soll, wie dies in der angesprochenen Motion auf Bundesebene verlangt wird.

«Der Kanton würde etwas gratis abgeben, was parallel – und in andern Kantonen ausschliesslich – vom Detailhandel zum Verkauf angeboten wird.»

Luzerner Regierung in ihrer Antwort

Der Regierung ist aber noch etwas ganz anderes ein Dorn im Auge: Wenn in öffentlichen Einrichtungen des Kantons – wie im Kantonsspital oder an der Universität – Gratis-Tampons bereitliegen, in privaten oder kommunalen Institutionen hingegen nicht, würde das «neue Ungleichheiten schaffen».

Auch wirtschaftliche Konsequenzen fürchtet die Regierung. Kostenlose Tampons wären auch ein Eingriff in die freie Marktwirtschaft. «Der Kanton würde etwas gratis abgeben, was parallel – und in andern Kantonen ausschliesslich – vom Detailhandel zum Verkauf angeboten wird», begründet Regierung in ihrer Antwort die ablehnende Haltung.

Luzerner SP-Kantonsrat ortet ein Tabuthema

Hasan Candan ist «sehr enttäuscht» über diese Haltung. Der Regierungsrat antworte sehr technisch. Der SP-Kantonsrat habe den Eindruck, dass es für sie ein Tabu-Thema sei, an dem sie sich nicht die Hände schmutzig machen wollten. Die Regierung gehe nur auf die Nachteile ein, die Vorteile spreche sie mit keinem Wort an.

SP-Kantonsrat Hasan Candan setzt sich für die Frauen ein.

«Die Männerregierung geht erst gar nicht auf gesellschaftspolitische Themen ein wie die Gleichstellungsfrage, die erhöhte Mehrwertsteuer oder die Periodenarmut», sagt Candan. Von Periodenarmut spricht man, wenn Frauen sich keine Hygieneprodukte leisten können, was gerade bei jungen Frauen oder Frauen, die auf der Strasse leben, ein Problem ist.

«Die Regierung scheint mit dem Thema völlig überfordert zu sein.»

Hasan Candan, SP-Kantonsrat

Blickt man über die Landesgrenze, so hat genau dieser Punkt dazu geführt, dass es in öffentlichen Institutionen Gratis-Tampons gibt. So etwa in Schottland, wo seit letztem Jahr Hygienebinden und Tampons kostenlos erhältlich sind. Das ist eine Weltpremiere. Das Parlament in Edinburgh hat damals einem Gesetzesentwurf zur Bekämpfung der Perioden-Armut zugestimmt.

«Die Regierung scheint mit dem Thema völlig überfordert zu sein», kritisiert Candan die im Gegensatz dazu zurückhaltende Position der Zuständigen im Kanton Luzern. Die Argumente seien «völlig an den Haaren herbeigezogen». Besonders auch die Behauptung, dass mit Gratis-Tampons neue Ungleichheiten geschaffen würden, stört ihn. «Man könnte ja gerade eben mit kostenlosen Hygienebinden und Tampons eine Ungleichstellung von Frauen wettmachen.»

Der Luzerner SP-Politiker hofft nun, dass das Kantonsparlament diesen Weg einschlägt und sein Postulat entgegen dem Willen der Regierung annimmt.

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26 Kommentare
  1. Franziska, 08.04.2021, 17:11 Uhr

    Die Neidkultur schlägt wieder zu.

    «Ich bekomme auch nichts gratis – also soll auch niemand anders etwas geschenkt bekommen!»

    1. Monique Bartholet, 08.04.2021, 17:43 Uhr

      Gratis gibt es selten etwas. In diesem Falle für den die «Gratis-Tampons» finanziert durch den Steuerzahler.

  2. eugen strauber, 08.04.2021, 06:53 Uhr

    Würden wir Bürger nicht so viel Geld für diese nicht-zu-gebrauchenden-Politiker ausgeben müssen wäre genug Geld für gratis Binden vorhanden…

  3. Beat Keiser, 07.04.2021, 19:52 Uhr

    Zum grossen Glück haben wir solch gravierende Probleme! Hoffen wir, dass da bald eine Lösung gefunden wird, dann können wir uns den kleineren Problemen wie Kriege, Unterdrückung oder Corona-Pandemie widmen. Aber zuerst bitte die grossen Probleme lösen, dann die kleinen.
    PS: Gibt es wirklich noch Frauen die noch nie etwas von Menstruationsbechern gehört haben? Die teuren kosten gegen 40.- Franken und können 5 Jahre gebraucht werden. Das kostet in 40 Jahren 320.- Franken. Da geben doch Frauen viel Geld für dümmeres aus.

  4. Leila Buholzer, 07.04.2021, 16:37 Uhr

    Ich fordere die Menstruationspflicht für Männer. Nur so wird die Gleichberechtigung erreicht.

  5. Noelle Keiser, 07.04.2021, 14:38 Uhr

    Haben sich die Befürworter auch schon mal überlegt, welche Marke es denn sein soll? Bei Tampons gibt es bekanntlich ganz unterschiedliche Grössen, mit oder ohne Applicator. Jede Frau hat doch «ihr» Produkt, das sie sich gewohnt ist. Oder soll das ganze Sortiment bereit gestellt werden?

  6. lucommenter, 07.04.2021, 12:37 Uhr

    Die SP scheint ein gutes Sensorium für die wirklich grossen Probleme der Welt zu haben. Einmal mehr wird das gratis Märchen erzählt, aber am Ende Zahlen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

    1. Rudolf 1, 12.04.2021, 10:47 Uhr

      «SP ist sauer» – Kein Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Luzern hat eine solche Gratis-Abgabe beschlossen. Es handelt sich um einen Einzelvorstoss eines SP-Kantonsrates.

  7. D.K., 07.04.2021, 12:29 Uhr

    Wenn der Staat bis zu den Genitalien reicht…

  8. Stefan Ernst, 07.04.2021, 09:28 Uhr

    Gratis Rasierklingen für alle die sich rasieren müssen, gratis Brillen / Kontaktlinsen für alle mit Sehschwäche, gratis ÖV für alle die nicht Auto fahren können, gratis Toupet für alle die unter Haarausfall leiden, gratis Hörgerät für alle die schlecht hören, gratis Essen für alle die mehr Hunger haben ..
    wir wissen schon wie das weitergeht.

  9. Rene, 07.04.2021, 08:58 Uhr

    Tampons sind ökologischer Blödsinn und nicht mehr zeitgemäss. Gerade die SP sollte das doch wissen.

    1. Fabian, 07.04.2021, 13:07 Uhr

      Hallo Réne
      Sie scheinen mir gewisse Grundkompetenzen zu besitzen, die mir allenfalls beim beantworten meiner Frage dienlich sein könnten.

      Wie reinigen sie ihr Gesäss, laut ihren ökologischen und zeitgemässen Masstäben, nach verrichten des grossen Geschäftes auf der Toilette?

      Vielen Dank und Gruss
      Fabian

  10. Daniela Übersax, 07.04.2021, 08:36 Uhr

    Das liesse sich auch ohne Steuergelder realisieren. Einen Hersteller suchen, der die Produkte kostenlos liefert, mit einem kleinen Werbehinweis als Gegenleistung. Man muss nur wollen.

  11. Andreas, 07.04.2021, 08:30 Uhr

    …ja genau, das sind die wahren Probleme unserer Zeit.
    Danke SP, wieder einmal mehr für einen, von Aktivismus getriebene Beitrag.

    1. Eine Frau, 07.04.2021, 14:35 Uhr

      Menstruationsprodukte. Kein Problem für Andreas. Na sowas.

  12. Roli Greter, 07.04.2021, 08:23 Uhr

    Ich will kostenlose Kontaktlinsen, meine Sehschwäche ist genetisch bedingt, da kann ich wirklich nichts dafür…

    1. Eliane Moser, 07.04.2021, 11:33 Uhr

      Ihre Brille wird ja von der KK finanziert.. ich kann nicht 7 Tage im Monat mit blutigen Beinen/Hosen raus! Kontaktlinsen, Rasierer (ps: Frauen rasieren sich die Beine – benötigt mehr Klingen als fürs Gesicht..) oder Verhütungsmittel sind Luxusgüter! Eine Lösung muss her! Binden oder Tampons sollten min. von der KK übernommen werden. Es ist eine Frechheit dass Frauen dafür aufkommen müssen!!

    2. Rene, 07.04.2021, 12:12 Uhr

      @Eliane Moser: Diese im Artikel erwähnten CHF 20’000 habe ich auch fürs Militär hingeblättert, nur weil ich ein Mann bin (untauglich). Das finde ich genauso eine Frechheit.

    3. Philipp, 07.04.2021, 14:31 Uhr

      @Eliane Moser Meine Linsen kosten 150.- pro Jahr.
      Aber von der Krankenkasse gibt es gerade mal alle 3 Jahre einen Betrag von ca. 250.-
      Aber nur von der Zusatzversicherung. Die Grundversicherung zahlt keinen Rappen.
      Und was das Rasieren angeht machen das die meisten Männer täglich. Und alle 2 Tage braucht man eine neue Klinge weil man sich sonst das ganze Gesicht verschnippelt. D.h im Jahr braucht Man(n) etwa 180 Klingen à 4.- pro Klinge (720.- im Jahr)
      Und was kosten Tampons? 0.15 Rappen pro Stück! Dh. Pro Monat gerade mal 3.- bis 4.-
      Umgerechnet auf das Jahr macht das knapp 50.-
      Geht man nun davon aus, dass eine Frau 40 Jahre lang die Periode hat, macht das 2’000.- im ganzen Leben. Die im Artikel erwähnten 20’000.- sind also völlig an den Haaren herbei gezogen und entsprechen in keiner Weise der Realität.

    4. Martin Schleiss, 07.04.2021, 14:49 Uhr

      @Philipp: Sie sollten mal in einen Rasierkurs gehen. Meine Klingen reichen mindestens eine Woche und kosten etwa 1.50 das Stück. Es müssen nicht immer die aus der TV-Werbung sein 😉

      Die zitierte Studie rechnet neben Hygieneprodukten übrigens Schmerzmittel, neue Unterwäsche, Pflegeprodukte, therapeutische Massnahmen und Arztbesuche mit ein. So kann man schon auf 20’000.- kommen. Da finde ich die Rechnung des Beobachters realistischer: Eine Frau menstruiert im Leben rund 450-mal, im Schnitt etwa fünf Tage pro Zyklus. Angenommen, sie verwendet vier Tampons pro Tag – Hersteller empfehlen, sie alle vier bis acht Stunden zu wechseln –, sind das 20 Tampons pro Monat und 9000 Tampons im Leben. Bei einer durchschnittlich teuren Marke kommen so Kosten in Höhe von rund 1392 Franken zusammen. Das hätte die Redaktion auch präziser sein können.

    5. Philipp, 07.04.2021, 17:34 Uhr

      @Martin Schleiss Ich habe etliche Produkte zum Rasieren ausprobiert und irgendwelche billig Produkte kommen mir nicht ins Haus. Und wenn Sie selber einen leichten Bartwuchs haben und daher Ihre Klinge 1 Woche brauchen können ist das ja schön für Sie. Aber bei mir ist eine Klinge spätestens nach 2 Tagen stumpf und das Rasieren ist ein Ding der Unmöglichkeit. Und nebenbei, brauchen Sie auch noch Rasierschaum, Aftershave etc. Auch das kostet.
      Und was die Kosten der Frauen angeht, bin ich weiterhin nicht Ihrer Meinung. Neue Unterwäsche braucht eine Frau deshalb nicht. Meine nutzt alte Unterwäsche die Sie sonst nie tragen würde. Spezielle Hygieneprodukte braucht es ebenfalls nicht. Falls ein Gang zum Doktor oder therapeutische Massnahmen nötig sind, sind diese von der Krankenkasse gedeckt. Genauso wie Schmerzmittel. Auch die kosten sehr wenig und werden in vielen Fällen auch von der KK bezahlt. Und in die 20’000 wurden sogar noch Pommeschips und Schokolade und solcher Blödsinn eingerechnet. Wie auch immer, schlussendlich geht es hier um gratis Tampons, und wie Sie richtig analysiert haben kosten die nicht alle Welt. Ob nun 1392.- oder 2’000.- in 40 Jahren. Beides ist ohne Probleme für jede Frau selber zu finanzieren.

    6. Roli Greter, 07.04.2021, 23:03 Uhr

      Auweja, dabei hat man mir doch schon mehrfach zu verstehen gegeben dass ich Ironie besser kennzeichnen sollte….

  13. Johnny Muff, 07.04.2021, 07:52 Uhr

    Man kann Frauen gerne Gratis Tampons abgeben. Dann fordere ich als Mann aber Gratis Rasierklingen. Ich kann ja schliesslich auch nichts für meinen Bart, und der ist auch geschlechtsspezifisch.

    1. Hannes, 07.04.2021, 08:29 Uhr

      Denken Sie, Frauen müssen sich nicht rasieren? Oder können Frauen etwas für ihre Bein- und Achselhaare, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen?

      Gratis Hygieneartikel für die Menstruation sind fair. Es wird Zeit, dies einzuführen!

    2. Thomas Iten, 07.04.2021, 08:29 Uhr

      Die Rasierklingen werden dann von den Frauen für ihre Beine & Co genutzt…

    3. Eliane Moser, 07.04.2021, 11:34 Uhr

      Frauen rasieren sich zb die Beine – Ihr Kommentar macht keinen Sinn!

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