Luzerner Regierung empfiehlt Vorrat von 50 Schutzmasken
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Die Luzerner Bevölkerung ist angehalten, einen Vorrat von 50 Schutzmasken anzulegen. (Bild: Ismail Osman)

Strengere Einlassregeln in Clubs und Bars Luzerner Regierung empfiehlt Vorrat von 50 Schutzmasken

3 min Lesezeit 2 Kommentare 03.07.2020, 14:00 Uhr

Die Luzerner Kantonsregierung hat am Freitag informiert, wie sie eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern will. Dazu gehört unter anderem eine ID-Pflicht in Clubs und Bars, wo getanzt wird.

Die Infektionszahlen von Covid-19 steigen seit einigen Tagen wieder. Da der Bundesrat die ausserordentliche Lage mit dem letzten Lockerungsschrittt aufgehoben hatte, sind die Kantone verpflichtet, Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu ergreifen.

Am Freitagnachmittag hat der Regierungsrat informiert, wie er sich dies vorstellt. «Die Bevölkerung ist angehalten, pro Kopf einen Vorrat von 50 Hygienemasken anzulegen», sagte Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) vor den Medien. Der Kanton seinerseits wolle so lange wie möglich auf das Contact-Tracing sowie auf die Isolation infizierter Personen setzen.

Planungen für Isolation grösserer Gruppen

Laut Vinzenz Graf, Leiter des kantonalen Führungsstabs laufen derzeit auch Planungen, wie vorgegangen werden soll, falls ein Mehrfamilienhaus, ein Quartier, ein Dorf oder ein Grossbetrieb unter Quarantäne gestellt werden muss.

Im Video erläutert Vinzenz Graf das geplante Vorgehen:

Einschneidende Schritte werden auch bei Bars und Clubbetrieben vorgenommen. Ab Samstag 12 Uhr gilt eine allgemeine Ausweispflicht für Betriebe mit Tanzmöglichkeit, in denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Diese Regeln gelten ab Samstagmittag in den Clubs

Die Betreiber sind verpflichtet, folgende Angaben zu den Besucherinnen und Besuchern vor deren Einlass ins Lokal zu erheben:

  • Name, Vorname, Postleitzahl, Handy-Nummer, Email-Adresse sowie Zeit des Eintritts in und des Austritts aus dem Lokal. Die Gäste müssen zweifelsfrei identifiziert werden können.
  • Die Betreiber müssen die Gäste zweifelsfrei anhand eines amtlichen Ausweises identifizieren. Zudem werden sie verpflichtet, die Handynummer mindestens stichprobeweise und bei mindestens 20 Prozent der Gäste zu verifizieren.

Regierung will 2021 einen Corona-Bericht vorlegen

Regierungspräsident Reto Wyss (CVP) machte an der Medienorientierung auf die politischen Herausforderungen aufmerksam, die sich im Zusammenhang mit den steigenden Fallzahlen ergäben. Im ungünstigsten Fall sei damit zu rechnen, dass im Herbst 2020 gleichzeitig die Erfahrungen und Lehren aus dem Corona-Frühling aufgearbeitet, eine neue Ansteckungswelle bekämpft und die kantonalen Kosten der Krisenbewältigung sozialverträglich aufgefangen werden müssten.

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Wyss betonte, dass der Kantonsrat in seiner Sondersession vom 29. Juni 2020 wichtige Handlungsgrundsätze des Regierungsrates bekräftigt habe, die auch für eine allfällige neue Krisenphase gelten: Die Gesundheit der Bevölkerung habe Vorrang vor anderen Interessen; kantonale Massnahmen würden subsidiär und gezielt angeordnet und nicht auf Vorrat; Gesellschaft und Wirtschaft sind durch administrative Erleichterungen, digitale Innovationen und antizyklische Investitionen rasch zu entlasten.
 
Der Regierungsrat wird 2021 einen Bericht erarbeiten, der die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise sowie die Massnahmen in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Bau, Bildung und Kultur, Gesundheit und Soziales, Finanzen und Verwaltung umfasst sowie den Einsatz des Kantonalen Führungsstabs und die Tätigkeiten der Verwaltung während der Krisenbewältigung abbildet.

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2 Kommentare
  1. Kaufmann, 04.07.2020, 16:09 Uhr

    Was für eine Regierung?
    was für Regeln?
    warum ist die Handynummer nur stichprobeweise bei mindestens 20 Prozent der Clublokal-Gäste zu verifizieren?
    Prinzip Hoffnung,
    das Club- und Barbertreibe in ihrem ureigenen Interesse allenfalls haben oder eben nicht haben!
    Viel Glück bei den Cocktails …….. !!

  2. Roli Greter, 03.07.2020, 18:46 Uhr

    Es ist bedenklich wie mit den Fallzahlen in den Medien umgegangen wird. Unter Berücksichtigung der Tatsache dass die Tests seit dem 26. Juni kostenlos durchgeführt werden wundert es kaum dass seither um ein Vielfaches Tests durchgeführt werden. Dies führt hauptsächlich zu den steigenden Fallzahlen. Schade wird diesem Umstand von den Medien nicht Rechnung getragen.

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