Luzerner Pop-up-Parks kosten über 40’000 Franken
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Pop-Up-Park an der St.Karlistrasse in Luzern. (Bild: ber)

Stadt liefert erste Antworten zum Projekt Luzerner Pop-up-Parks kosten über 40’000 Franken

3 min Lesezeit 1 Kommentar 05.09.2021, 15:59 Uhr

Pop-ups sind nicht nur eine Möglichkeit, leerstehende Lokale vorübergehend zu beleben. Sie dienen auch dazu, Parkplätze oder ganze Strassenabschnitte mit Leben zu füllen. Doch wie erfolgreich sind Pop-up-Parks? Der Stadtrat liefert erstmals Antworten.

In der Stadt Luzern gibt es drei Typen von Pop-up-Parks: Jene auf einem Parkplatz, einem Platz oder Strassenabschnitt. Die Stadt hat sich das Ziel gefasst, solche Parks im Rahmen einer zweijährigen Projektphase zu testen und den öffentlichen Raum damit aufzuwerten. Interessierte Quartierbewohnerinnen konnten Ideen einreichen, so ist beispielsweise der Pop-up-Park an der Waldstätterstrasse vor der Migros entstanden (zentralplus berichtete).

Doch die Skepsis ist geblieben. Die SVP hatte letzten Sommer gar den Stopp des Pilotprojekts gefordert. Die FDP reichte ihrerseits im Februar im Stadtparlament einen Vorstoss ein, um zu erfahren, wie erfolgreich solche Parks sind (zentralplus berichtete). Nun liegen die Antworten des Stadtrates vor. Die wichtigsten Punkte:

Wie teuer sind die Pop-up-Parks?

Die FDP wollte einerseits wissen, wie der personelle Aufwand aussieht. Gemäss Stadtrat wurden für die zweijährige Projektphase (2020/2021) je 30 Stellenprozent in der Dienstabteilung Stadtplanung und im Bereich Stadtgärtnerei des Tiefbauamtes aufgewendet. Also insgesamt 60 Stellenprozent. Ziel ist es, dass diese ab 2022 im Rahmen der ordentlichen Leistungsaufträge erfolgen und in laufende Projekte übergeführt werden.

Eine Übersicht der bisherigen und geplanten Pop-up-Parks in der Stadt Luzern.

Die effektiven Beschaffungskosten für einen Pop-up-Park, wie sie die FDP ebenfalls berechnet haben wollte, belaufen sich für einen «Parkplatz-Park» auf 5’000 Franken. Darin enthalten sind Plattform, Geländer aber auch Möblierung. Die Stadt Luzern hat drei Basis-Kits für Pop-up-Parks angeschafft. Heisst also: Sie hat 15’000 Franken dafür ausgegeben. Diese Basis-Kits sollen auch künftig wiederverwendet werden.

Hinzu kommen Kosten für die Bewilligungsgesuche, Signalisation oder Personalaufwand für den Auf- und Abbau der Parks. Für diese berechnet der Stadtrat – pro Jahr– 3’000 Franken. Befindet sich ein Park auf einem nicht-öffentlichen Parkplatz (weisse Zone), kostet das für die zwei Monate 264 Franken. Nur ein Park befindet sich auf solch einem Parkplatz, die anderen auf den öffentlichen (blaue Zone) und somit für die Parks gebührenfreien Parkplätzen.

Alles in allem kosten die Pop-up-Parks «Parkplatz» für das Jahr 2021 – inklusive Personalaufwand, Unterstützungsbeiträge und Co. – gemäss Berechnung der Stadt 40’264 Franken.

Gibt es künftig noch mehr Pop-up-Parks auf Parkplätzen?

Die Parks bleiben jeweils für zwei Monate. Heisst: Der Parkplatz ist für Autofahrerinnen gesperrt. Doch das ist nicht in Stein gemeisselt. Der Stadtrat behält sich vor, je nach Bedürfnissen der Quartierbewohnenden, die Saison der Pop-up-Parks zukünftig von Frühling bis Herbst andauern zu lassen.

Nicht zuletzt, da es fraglich sei, ob sich der Aufwand mit der Baubewilligung (diese ist ab vier Wochen Nutzung notwendig) für die kurze Dauer von zwei Monaten lohne. An den drei Basis-Kits hält der Stadtrat hingegen fest, dass nicht mehr Parkplätze gesperrt werden sollen.

Sorgen die Parks nicht für Zank im Quartier?

Ein Zwischenbericht der ersten Erfahrungsphase zeige ein mehrheitlich positives Fazit, so der Stadtrat. Die verantwortlichen Personen hätten ihre Gotte/Götti-Pflichten wahrgenommen und zu einem guten Unterhalt der Parks beigetragen. Die Quartierbewohner haben das Bedürfnis, weiterhin eigene Pop-up-Parks mitzugestalten und dass die Parks für eine längere Dauer errichtet werden.

2021 will Luzern auch «Pop-up-Park-Erfahrungen» auf Strassen sammeln. Dazu ist der Abschnitt der Waldstätterstrasse vor der Migros für den Autoverkehr gesperrt.

Was weniger gut funktioniert hat, war, dass vielen offenbar nicht von Beginn weg bewusst war, dass die Parks öffentlich genutzt werden können. Zudem war teils unklar, wo die Grenze zwischen der Aussengastronomiefläche und einigen Parks lag.

Was den ersten Pop-up-Park auf einem gesperrten Strassenabschnitt angeht – derjenige auf der Waldstätterstrasse ist der erste seiner Art – empfindet es der Stadtrat als zu früh für ein erstes Fazit. Dieses will er anfangs 2022 liefern. Die Erfahrungen werden öffentlich unter diesem Link zugänglich gemacht.

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1 Kommentare
  1. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 06.09.2021, 11:55 Uhr

    Das ist ja ein Klacks! Für einmal Eichwäldli kann man sich ein ganzes Pop-up-Park Universum errichten.

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