Luzerner Polizei setzt auf Präventionsunterricht
  • News
Der Mischkonsum von Medikamenten, Drogen und Alkohol stellt eines der grössten Risiken für Konsumenten dar. (Bild: Pixabay)

Nach Überdosis bei Jugendlichen Luzerner Polizei setzt auf Präventionsunterricht

2 min Lesezeit 02.04.2021, 17:51 Uhr

Weil im Kanton Luzern Jugendliche wegen Drogen-Cocktails starben, führt die Luzerner Polizei Präventionsunterricht an Oberstufen durch. Ein Angebot, das bei den Schülern ankommt.

Das Thema Mischkonsum bei Jugendlichen ist leider ein bekanntes. Es rückte im vergangenen Jahr vermehrt in den Blickpunkt, als zwei Jugendliche an einer Überdosis starben (zentralplus berichtete). Konsumiert wird meist sehr früh, manchmal schon im Alter von 15 Jahren.

«Ich wollte mich nicht so fühlen, wie ich mich gefühlt habe», sagte ein ehemaliger Konsument in der Sendung «Schweiz aktuell» des SRF. «Deswegen habe ich mir diese Scheibe hergezaubert, hinter der alles toll war – obwohl eigentlich alles scheisse war.»

Dir geht’s nicht gut? Oder du machst dir Sorgen um jemanden? Hier findest du Hilfe!

Wähle die Nummer 143 der «Dargebotenen Hand», wenn du dich nicht wohlfühlst, du Suizidgedanken oder anderen Kummer hast. Kostenlos und rund um die Uhr wird dir auch über die Nummer 147 (Pro Juventute) geholfen.

Eltern finden beim Elternnotruf über die Nummer 0848 35 45 55 kostenlos und anonym Unterstützung.

Wer seine Drogen auf gefährliche Substanzen testen lassen will oder ein Beratungsgespräch sucht, kann an jedem zweiten Montag das DILU – Drogeninformation Luzern aufsuchen. Kostenlos und anonym.

Wie gefährlich Mischkonsum mit Medikamenten und Alkohol ist, zeigt ein Faktenblatt von Infodrog – der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht.

Die Luzerner Polizei zeigt sich deswegen besorgt. Darum führt sie nun in den Oberstufen des Kantons flächendeckend Präventionsunterricht durch. Bis anhin habe man rund 7000 Jugendliche erreicht, sagt Erwin Gräni, Chef Prävention der Luzerner Polizei in der Sendung. Das Ziel dieses Unterrichts sei es, den Jugendlichen aufzuzeigen, wo sie sich Hilfe holen können und welche Gefahren hinter dem Mischkonsum lauern. Die Schüler schätzen das Angebot. «Ich finde es wichtig, dass man darüber redet», sagt eine Schülerin.

Einen möglichen Grund für den steigenden Drogenkonsum sehen Experten auch in der Corona-Krise (zentralplus berichtete).

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.