Luzerner Polizei patrouilliert zusätzlich – Gemeinden können neuralgische Orte sperren
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Die Luzerner Polizei wird zusätzliche Patrouillen einsetzen, weil wegen des frühlingshaften Wetters und der bevorstehenden Osterferien mit mehr Menschen draussen zu rechnen ist.

Wegen des frühlingshaften Wetters Luzerner Polizei patrouilliert zusätzlich – Gemeinden können neuralgische Orte sperren

2 min Lesezeit 5 Kommentare 03.04.2020, 08:37 Uhr

Die Luzerner Polizei setzt am Wochenende zusätzliche Patrouillen ein, um die Einhaltung des Versammlungsverbots von über fünf Personen strikt durchzusetzen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, trotz des frühlingshaften Wetters zu Hause zu bleiben und die Abstandsregeln einzuhalten.

Mit dem frühlingshaften Wetter und den bevorstehenden Osterferien ist damit zu rechnen, dass sich mehr Personen im Freien aufhalten werden. Die Luzerner Polizei wird darum zusätzliche Patrouillen einsetzen, um die Umsetzung der Bundesvorgaben strikt überprüfen zu können, teilt die Staatskanzlei Luzern mit. Wer sich nicht an das Verbot hält, wird mit Busse bestraft. Die Gemeinden wiederum behalten sich vor, an stark frequentierten Orten Zugänge abzusperren oder Sitzgelegenheiten zu entfernen.

Regierungspräsident Winiker ermahnt

Der Kanton appelliert an die Bevölkerung, die Abstandsregeln des Bundes einzuhalten und trotz des frühlinghaften Wetters zu Hause zu bleiben. «Ich bitte Sie dringend, die Weisungen des Bundesrates zu befolgen. Die Lage ist nach wie vor ernst – die Spitze der Pandemie ist noch nicht erreicht», wird Regierungspräsident Paul Winiker, Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartements, zitiert.

«Verlassen Sie Ihr Haus nur dann, wenn es dringend nötig ist. Für Einkäufe oder einen Arztbesuch. Nur so schaffen wir es, dass das Gesundheitssystem und auch die Wirtschaft nicht zusammenbrechen.» In der aktuellen Situation sei die Solidarität von allen Luzernerinnen und Luzernern das Gebot der Stunde. «Wir alle müssen jetzt zusammenstehen und Rücksicht auf einander nehmen.»

In Parkanlagen und Seepromenaden wurden Bussen verteilt

Zur Erinnerung: Treffen von über fünf Personen sind verboten. Wer sich nicht daran hält, wird mit einer Busse bestraft. Mit dieser Massnahme soll die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Die Luzerner Bevölkerung befolgt grossmehrheitlich die Anweisung des Bundes. Bei der Überprüfung der öffentlichen Plätze im Rahmen der Patrouillentätigkeit der Luzerner Polizei hat sich jedoch gezeigt, dass sich in Parkanlagen, an den Seepromenaden und Spielplätzen vereinzelt Personengruppen nicht an die Vorgaben zur Einhaltung der sozialen Distanz gehalten haben.

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5 Kommentare
  1. Hans Peter Roth, 03.04.2020, 16:08 Uhr

    Man/frau rechne: Der Lockdown der Schweizer Wirtschaft kostet monatlich 16 Mia. Franken. Das ist „ein Dreizehntel von dem, was Spitzenverdiener und Aktionäre jährlich an Lohn und vor allem als Dividenden einkassieren – oder ein Achtundachtzigstel der 1,4 Billionen, die das reichste Zehntel der SchweizerInnen besitzt.“ (Zitat Yves Wegelin, WoZ). Ist da die angeheizte Panik vor einem Wirtschaftszusammenbruchs angezeigt? Wieviel darf das Leben eines „unproduktiven“ Rentners kosten?

  2. Paul Bründler, 03.04.2020, 10:23 Uhr

    >“Nur so schaffen wir es, dass das Gesundheitssystem und auch die Wirtschaft nicht zusammenbrechen“.
    Das stimmt eben nicht. Für die Wirtschaft wäre es besser, wenn sich möglichst schnell alle Nicht-Risikogruppen anstecken würden und die Durchseuchung der Gesellschaft beschleunigt würde.
    Erst wenn das zu 70% erreicht ist, ist der Spuk vorüber. Ein Impfstoff wird nicht rechtzeitig kommen.
    Und nein, das ist nicht „zynisch“ das ist die Realität. Diese Seuche wird so oder so ihre Opfer fordern. Wir können das nur etwas hinauszögern, zum Preis von nicht zu verantwortenden Kollateralschäden.

    1. Anna Mejer, 03.04.2020, 11:11 Uhr

      Je schneller die 70% erreicht sind, desto höher die Opferzahlen. Wer die Durchseuchung schnell erreichen will, nimmt bewusst eine Vielzahl von Toten in Kauf. Das ist zynisch. Wie Bill Gates zurecht sagt: die Wirtschaft können wir wieder aufbauen. Die Toten holen wir nicht zurück.

    2. Paul Bründler, 03.04.2020, 12:02 Uhr

      Was Gates da sagt ist Unsinn.
      Es wird oft so getan, als wäre „die Wirtschaft“ etwas, was „uns“ nichts angeht.
      „Die Wirtschaft“ ist, wenn Sie morgen etwas zu essen kaufen können.
      „Die Wirtschaft“ sind Schutzmasken, Beatmungsgeräte, Medikamente, ja das ganze Gesundheitswesen.
      „Die Wirtschaft“ sind Existenzen und die Arbeit bzw. der Sinn im Leben von Menschen. Auch viele Künstler etc. haben ja nichts mehr zu tun.
      Das alles kann man nicht beliebig lang aussetzen. Wie lange solle es denn dauern? Bis Weihnachten? 5 Jahre? Und dann kommt die nächste Pandemie?

      Dass wir Tote nicht zurückholen, ist eine Binsenweisheit.
      Die Patienten die an Corona sterben sind aber vor allem Menschen im letzten Lebensabschnitt, die sonst vielleicht an einer „normalen“ Grippe gestorben wären.

      Es ist ein schwierige Abwägung, die man aber unter Berücksichtigung aller Faktoren machen sollte. Es braucht jetzt mutige Entscheidungen um langfristig möglichst viel Leid zu verhindern.

    3. Christian Vonarburg, 04.04.2020, 07:51 Uhr

      …Ihr Standpunkt ist nicht zynisch, sondern realistisch. Ich bin klar der Meinung, dass die Risikogruppen zu ihrem eigenen Schutz in strikte Quarantäne gestellt und die große Mehrzahl der Bevölkerung „durchgeseucht“ werden sollten. Das wäre die schnellste und effizienteste Methode, die Krise zu überwinden und die Bevölkerung vor unbeschreiblichen psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Schäden zu schützen.

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