Luzerner Polizeileitstelle zieht aufs Land – städtisches EWL-Areal wird umgeplant
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So sollen die geplanten Neubauten beim EWL-Areal aussehen. (Visualisierung: EWL Areal AG)

Umzug ins Sicherheitszentrum Rothenburg Luzerner Polizeileitstelle zieht aufs Land – städtisches EWL-Areal wird umgeplant

2 min Lesezeit 1 Kommentar 17.12.2020, 19:48 Uhr

Der Luzerner Regierungsrat hat beschlossen, die neue Leitstelle des Polizeikorps nicht wie geplant im EWL-Areal in der Stadt Luzern unterzubringen. Sie soll stattdessen ins Sicherheitszentrum Rothenburg kommen. Das stellt die Pläne fürs EWL-Areal gehörig auf den Kopf.

In Rothenburg plant der Kanton Luzern für 91 Millionen Franken ein neues Sicherheitszentrum. Das Volk wird 2023 darüber abstimmen, 2028 soll das Zentrum eröffnet werden (zentralplus berichtete).

Nun hat der Luzerner Regierungsrat entschieden, dort auch die neue Leitstelle für die Polizeikorps der Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden unterzubringen. Zudem sollen in Rothenburg noch andere Blaulichtorganisationen untergebracht werden.

EWL-Areal verliert weiteren Nutzer

Ursprünglich war geplant, dass die Leitstelle ins EWL-Areal bei der Industriestrasse in der Stadt Luzern einzieht. Begründet wird der anderslautende Entscheid mit zusätzlichen Synergien, die genutzt werden können. Zudem sei der Autobahnanschluss ideal für den Polizeikorps, findet die Regierung.

Damit verliert das EWL-Areal in der Industriestrasse bereits den zweiten Nutzer. Bereits im Sommer erklärte das Kantonsspital Luzern, dass es viel weniger Platz für die Rettungsfahrzeuge braucht als geplant (zentralplus berichtete).

Umplanung des EWL-Areals

Gegenüber zentralplus sagt Petra Arnold, Sprecherin der EWL, dass vom Wegfall der Polizeileitstelle nur rund 3,5 Prozent der oberirdischen Fläche betroffen sind. Das Projekt müsse jedoch trotzdem umgeplant werden. «Durch die Veränderung der Nutzerbedürfnisse wird nun das Projekt der EWL Areal AG eine Umplanung erfahren», sagt Arnold. Es werde nun geprüft, wie die freigewordenen Flächen genutzt werden sollen.

Weiter sagt Arnold, dass die übrigen Nutzer wie die Feuerwehr, die städtische Verwaltung oder die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern (ABL) von diesem Entscheid nicht betroffen seien.

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1 Kommentare
  1. Melchior, 18.12.2020, 11:16 Uhr

    Vielleicht gibt es ja, statt nur nach anderen Nutzungen für die nun freien Flächen zu suchen, auch die Option, das Gesamtprojekt ein klein wenig zu redimensionieren? Wenn der Wegfall der Polizeileitstelle 3,5 % der oberirdischen Fläche betrifft, wieviele Prozente sind es dann zusammen mit dem verkleinerten Platzgebrauch des Kantonsspitals? Ich bin Sympathisant der Überbauung, finde sie aber doch sehr massiv und – eben wegen seiner Dichte und vor allem Höhe – nur begrenzt als aufs bestehende Quartier abgestimmt.

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