Luzerner Polizei klärt Täterschaft der Gübelin-Überfälle
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Nach dem Überfall 2017 war ein Grossaufgebot der Luzerner Polizei im Einsatz.

Erfolgreiche internationale Ermittlungen Luzerner Polizei klärt Täterschaft der Gübelin-Überfälle

2 min Lesezeit 1 Kommentar 17.08.2021, 14:03 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Luzern und die Luzerner Polizei konnten im Ausland zwei Männer festnehmen, welche 2017 und 2019 an zwei Raubüberfällen auf das Luzerner Uhren- und Schmuckgeschäft Gübelin beteiligt waren. Die Staatsanwaltschaft eröffnet nun das Verfahren.

Anfangs September 2017 und Ende Oktober 2019 wurde in der Stadt Luzern das Uhren- und Schmuckgeschäft Gübelin am Schwanenplatz jeweils von zwei Männern überfallen (zentralplus berichtete). Beim Raubüberfall vom September 2017 wurde eine Person verletzt. In beiden Fällen flüchteten die Täter jeweils mit Beute im Gesamtwert von mehreren Millionen Franken. Gestohlen wurden Uhren, Schmuck sowie auch Bargeld.

Kurz nach dem Überfall im Oktober 2019 konnte die Luzerner Polizei einen Grossteil der gestohlenen Ware in einer Wohnung in der Stadt Luzern sicherstellen. Daraufhin wurden mehrere Personen festgenommen. Zur Klärung der Raubüberfälle hat die Luzerner Polizei eine Sonderkommission eingesetzt und eng mit der Staatsanwaltschaft Luzern zusammengearbeitet. So konnten in der Folge die Identitäten der beiden Haupttäter vom Raubüberfall aus dem Jahr 2019 ermittelt werden.

Dank internationalen Haftbefehlen konnte einer der Täter im Januar 2020 in Bosnien und der andere Mann im Februar 2020 in Serbien festgenommen werden. Beide Personen wurden für weitere Einvernahmen und Ermittlungen in die Schweiz überführt. Beide gestehen, dass sie den Raubüberfall 2019 durchgeführt haben. Einer dieser Haupttäter war mutmasslich auch am Raubüberfall im Jahr 2017 beteiligt. Dies schreibt die Staatsanwaltschaft Luzern in einer Mitteilung.

Strafverfahren gegen 13 Personen

Die Ermittlungen der Sonderkommission haben gezeigt, dass weitere Personen an den Überfällen beteiligt waren. Diese wurden im Verlauf der Ermittlungen ebenfalls festgenommen. Dazu haben die Staatsanwaltschaft Luzern und die Luzerner Polizei elf Hausdurchsuchungen und rund hundert Einvernahmen durchgeführt.

Die Staatsanwaltschaft betont, dass der Fahndungserfolg der engen Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Behörden zu verdanken ist.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat insgesamt gegen 13 Personen ein Strafverfahren eröffnet. Dabei handelt es sich um 12 Männer und eine Frau. Sie sind zwischen 21 und 58 Jahre alt und stammen aus der Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Italien, Mazedonien und Montenegro.

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1 Kommentare
  1. Richard Scholl, 17.08.2021, 18:13 Uhr

    Ja, wir sind gastfreundlich, auch für Eingewanderte, die sich bei ihren Gastgebern bereichern wollen. ‹Dumm nur, dass die Gastgeber deren Gebaren, sprich Schäden und Kosten bezahlen müssen.

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