Luzerner Politikerinnen sorgen für weiblichen Nachwuchs
  • News
Die letzte Luzerner Frau im Regierungsrat, Yvonne Schärli, sprach über die Möglichkeiten in der Politik. (Bild: zvg)

Rund 60 Frauen besuchen Workshop Luzerner Politikerinnen sorgen für weiblichen Nachwuchs

2 min Lesezeit 23.08.2018, 15:07 Uhr

In der Luzerner Regierung fehlt seit 2015 eine Frau. Auch im Kantonrat dominiert das männliche Geschlecht. Ein überparteiliches Netzwerk will deshalb für die Wahlen 2019 mehr Frauen zur Kandidatur motivieren. 60 Frauen folgten am Mittwochabend der Einladung zu einem Workshop. Nicht alle liessen sich aber überzeugen.

Mehr Frauen in der Politik: Das ist das erklärte Ziel des überparteilichen Netzwerks Frauen-Politik-Luzern. Vor dem Hintergrund der Wahlen 2019 haben Politikerinnen aller Parteien eine Kampagne lanciert (zentralplus berichtete). 

Dem Ziel sei man bereits einen grossen Schritt näher gekommen, teilen sie in einer Mitteilung mit. Diesen Mittwochabend besuchten über 60 Frauen einen Workshop an der Hochschule Luzern. Rund ein Drittel davon könne sich nun ein politisches Amt vorstellen.

Eingangs referierte Yvonne Schärli, die letzte Regierungsrätin im Kanton Luzern und Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen. Anschliessend führten zahlreiche Luzerner Politikerinnen – von Grossstadträtinnen über Kantonsrätinnen bis hin zu Nationalrätinnen – durch Themen wie Shitshorm, Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Politik oder den Umgang mit Parteizugehörigkeit.

Die Männer dominieren in der Luzerner Politik

Der Kanton Luzern wird seit 2015 ausschliesslich von Männern regiert – und das dürfte voraussichtlich so bleiben. Alle bisher bekannten Kandidaten für die Regierungsratswahlen im März 2019 sind männlich. Nur die Grünen, denen geringe Chancen auf einen Sitz eingeräumt werden, setzen definitiv auf eine Frau (zentralplus berichtete). Im 120-köpfigen Kantonsparlament ist aktuell rund jeder vierte Sitz mit einer Frau besetzt.

Der Workshop des Netzwerks sollte helfen, Vorurteile zu politischem Engagement abzubauen und Frauen zu einer Kandidatur zu bewegen. Es gehe nicht darum, Männer auszuschliessen, doch es brauche mehr Frauen in der Politik, heisst es in einer Mitteilung. «Beste Ergebnisse werden mit einer ausgewogenen Vertretung von beiden Geschlechtern erreicht.»

Über 60 Frauen besuchten den Workshop an der Hochschule Luzern.

Über 60 Frauen besuchten den Workshop an der Hochschule Luzern.

(Bild: zvg)

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Wie viel ist Dir unabhängiger Journalismus wert?

Schön besuchst Du zentralplus. Für Dich gehen wir vor Ort, sind mitten drin und nahe dran. Doch ganz gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Um die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben, benötigen wir Deine Unterstützung. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

Schön besuchst Du zentralplus. Du verwendest einen Adblocker. Werbung ist für eine wichtige Einnahmequelle, die uns hilft, die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben. Denn gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

CHF