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Luzerner Plakatkunst geht um die Welt

2 min Lesezeit 06.04.2015, 08:42 Uhr

19 der 100 besten Plakate 2014 im deutschsprachigen Raum sind aus Luzern. Auch in Russland, China und Frankreich ist die Plakatkunst von Luzerner Grafikern sehr beliebt. Grund für die Qualität der Plakate: Die Luzerner Kunst-Szene ist gut vernetzt und fördert den Austausch. Das macht nun auch in anderen Städten Schule.

«Luzern ist heute eine Plakatstadt mit nationaler und internationaler Ausstrahlung», sagt der Luzerner Grafiker und Plakatgestalter Erich Brechbühl gegenüber «20 Minuten». Er ist Präsident des Luzerner Plakatfestivals Weltformat und Vorstandsmitglied des Vereins 100 Beste Plakate e. V., der jährlich die besten Plakate aus der Schweiz, Österreich und Deutschland prämiert.

Die Jury, die die besten Plakate kürt, wird jedes Jahr neu besetzt. Im kommenden Juni werden die Siegerwerke von 2014 in einer Ausstellung in Berlin ausgestellt. Speziell dabei ist, dass 19 der 100 Plakate aus Luzern sind.

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Von Moskau nach Peking

Doch nicht nur im deutschsprachigen Raum sind die Aushänge aus Luzern beliebt: In Russland ist derzeit eine Plakatausstellung von 20 Luzerner Ateliers auf Tour. Der Start war in Moskau, bald sind die Plakate in Wladiwostok zu sehen. Anschliessend geht die Ausstellung weiter nach Peking.

Und es geht weiter: Die Aushänge der Luzerner Plakatgestalter werden ab dem 30. Mai auch in einer eigenen Austellung im französischen Chaumont am Festival international de l’affiche et du graphisme zu sehen sein – an einem der renommiertesten Grafikfestivals überhaupt.

Reger Austausch in Luzern

Für den Hype rund um die Plakatkunst aus Luzern hat Erich Brechbühl eine mögliche Erklärung: «Das Thema Plakat ist in Luzern um einiges präsenter als andernorts.» So setze man sich im Gegensatz zu anderen Schulen an der Hochschule Luzern und der Fachklasse Grafik intensiv damit auseinander. Zudem sei Luzern sehr überschaubar: «Man kennt sich untereinander.» Die Szene in Luzern sei sehr gut vernetzt und fördere den Austausch untereinander aktiv. «Dazu treffen wir uns alle zwei Monate und diskutieren aktuelle Arbeiten», sagt Brechbühl.

Zudem versuche man auch einen nationalen Austausch unter Grafikern zu etablieren. So hat es laut Brechbühl auf die Initiative der Luzerner hin bereits Meetings in Zürich und Bern gegeben. Ähnliches versuche man in St. Gallen und Basel aufzubauen.

Auch in Berlin macht Luzern Schule: Dort gibt es, nachdem im Juli des vergangenen Jahres im Trendquartier Neukölln eine Ausstellung mit rund 100 Luzerner Plakaten durchgeführt wurde, ebenfalls einen Grafiker-Austausch nach dem Modell der Luzerner.

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