Luzerner Molini Pizzeria expandiert – mitten in der Coronakrise
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Patrick Marques, Geschäftsführer der Molini Pizzeria (links) und Pasquale Maltese, Franchising-Nehmer. (Bild: ida)

Das Gefühl von «pura Italia» Luzerner Molini Pizzeria expandiert – mitten in der Coronakrise

3 min Lesezeit 2 Kommentare 08.07.2020, 16:13 Uhr

Bald wird die Molini Pizzeria an drei neuen Standorten Stores eröffnen. Und das mitten in der Coronakrise. Geschäftsführer Patrick Marques erklärt, weshalb sie das tun – und was ihre Pizzeria so besonders macht.

Wir sitzen im Restaurant Pizzeria Molini im ehemaligen Luzerner Steghof. Hier, wo alles begann. Vor nicht einmal einem Jahr eröffnete die Molini-Gruppe das Lokal nicht unweit des Neubads.

Eine zweite Molini Pizzeria folgt Anfang September an der Zürichstrasse, eine dritte Mitte September in Zug – und zu guter Letzt wird im Oktober ein neues Lokal in der Metropole Zürich eröffnet.

Und das mitten in der Coronakrise. Wie Geschäftsführer Patrick Marques erklärt, war das Franchisesystem in der Schweiz schon von Beginn an geplant, die Verträge vor Ausbruch des Coronavirus unterzeichnet. Jetzt zurückzukrebsen kommt für den 40-Jährigen nicht infrage. Auch wenn er viel mit seinem Franchisingnehmer Pasquale Maltese (25) zusammensass und diskutierte. Aber man sei vom Konzept der Pizzeria überzeugt, sagt Marques.

Take-away und Lieferservice sollen Corona-Risiko mindern

Ursprünglich wollte die Molini-Gruppe in ein anderes Lokal als jenes in der Zürichstrasse 59. Doch Corona liess Geschäftsführer Marques anders entscheiden: Er legte sich auf das kleinere Lokal fest, das Platz für rund 35 Gäste bietet. Vorwiegend will sich Marques an diesem Standort und auch in Zug auf den Take-away und den Lieferservice fokussieren. «So wären wir im Falle eines zweiten Lockdowns gewappnet, die ganze Stadt mit unseren Pizzen zu beliefern», sagt Marques.

Auch wenn er natürlich nicht auf eine zweite Welle hofft. «Aber klar ist es ein Risiko, das man jetzt berücksichtigt und das einen Gastronomen anders denken lässt.»

Bereits in der ersten Corona-Welle habe man mit dem Lieferdienst die Krise zumindest ein wenig überbrücken können. Und gerade die neuen Generationen würden mehr und mehr auf Lieferservice setzen.

In diesem Lokal neben der Metzgerei Doggwiler wird die Pizzeria eröffnet.

Hier wird geflucht und nach Herzenslust gekocht

Doch: Pizzerien gibt es gefühlt an jeder Ecke. Was macht das Molini so besonders? Im Molini fliesse italienisches Blut, sagt Marques. «Wir vermitteln das Gefühl pura Italia. Bei uns fühlt man sich wie in Italien.» Bei ihnen wird mal italienisch gesprochen, hie und da falle mal ein Fluchwort, ein Porca miseria, die Kellner laufen gehetzt umher. Manchmal herrscht Chaos, der Pizzateig wird in der Luft umhergewirbelt.

Hier schmeckt die Pizza, das Panna cotta oder das Tiramisu nicht an jedem Tag gleich. Auch wenn streng nach italienischen Rezepten gekocht wird. «Wenn der Koch einen schlechten Tag hat, dann wirft er eben zwei Kaffees statt einen ins Tiramisu», so Marques. «Wir sind keine Roboter, keine Maschinen.» Alles ist hausgemacht, werde frisch zubereitet. Jede Pizza, jede Lasagne, jedes Dessert, wie der Gastronom versichert.

Hallo Liebe Molini Kundenwir haben denn Takeaway & Lieferdienst jetzt neu auch Samstags und Sonntags mittags…

Gepostet von Molini Pizza am Sonntag, 5. Juli 2020

Pizzeria und Lieferdienst zugleich

Laut Marques ist die Spezialität des «Molini», dass es Pizzeria und Lieferdienst zugleich ist. «In der Technik sind wir so weit wie grosse Schweizer Restaurant-Ketten. Zugleich sind wir aber so klein, dass bei uns jedes Gericht hausgemacht und frisch zubereitet wird.»

Er ist überzeugt, dass der Lieferservice zunehmend wichtiger ist. Nicht nur in Corona-Zeiten. «Wir wollen den Menschen ein Stück Italien nach Hause bringen.» Damit die Pizza die Fahrt auch gut übersteht, wird sie im Auto übrigens in einem Ofen warmgehalten.

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2 Kommentare
  1. Stefan Hofmann, 10.07.2020, 13:43 Uhr

    Nichts gegen Ehrlichkeit, aber sowas ist nicht grad gute Werbung:
    „Hier schmeckt die Pizza, das Panna cotta oder das Tiramisu nicht an jedem Tag gleich. Auch wenn streng nach italienischen Rezepten gekocht wird. «Wenn der Koch einen schlechten Tag hat, dann wirft er eben zwei Kaffees statt einen ins Tiramisu», so Marques.“

    1. Dani & Daniel, 11.07.2020, 08:29 Uhr

      Herr Hofmann. Waren Sie schon einmal im Molini oder haben Sie sich schon einmal etwas geholt um zu Essen. So wie es scheint eben nicht. Wir waren schon mehrmals da und haben uns auch schon Pizzas nach Hause geholt. Wir können nur sagen, dass es die besten Pizzen sind wo wir je gegessen haben und das Dessert erst. Ein Gaumenschmaus. Also bitte zuerst ausprobieren und dann meckern. Aber das können und wollen eben gewissen Leute nicht. Bei denen geht es erst ums meckern bevor Sie es ausprobiert haben. Wir sind mittlerweile sehr viel im Molini. Es ist einfach nur weiter zu empfehlen. Gruss an Carlo und sein Team. Danke für das immer gute Essen und die sehr freundliche Bedienung.

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