Luzerner Metzgerhalle geht in neue Hände über – das wird neu
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Simon Schär (links) und Tobi Wiler werden ab September die Metzgerhalle leiten. (Bild: zvg)

Das sind die neuen Pächter in der «Metzgi» Luzerner Metzgerhalle geht in neue Hände über – das wird neu

3 min Lesezeit 28.07.2018, 17:30 Uhr

Nach drei Jahren geben Mike Walker und Dominik Schmid die Metzgerhalle ab. Es sei Zeit für einen Wechsel – und dieser kommt in den Personen von Simon Schär und Tobi Wiler. Sie kennen beide das Lokal gut und wollen den bodenständigen Charakter behalten. Aber ein paar Ideen bringen die Neuen trotzdem mit.

Nach etwas mehr als drei Jahren ist Schluss. Die Pächter der Metzgerhalle am Luzerner Kasernenplatz – Mike Walker und Dominik Schmid – geben das Zepter weiter. Nach der Sommerpause werden im Herbst die beiden Luzerner Tobi Wiler (26) und Simon Schär (25) das Sagen haben. Und sie wollen das Lokal im gleichen Stil weiterführen.

Die Ära mit der Metzgerhalle beschreibt Mike Walker als «sehr ereignis- und lehrreiche Zeit, die wir niemals missen möchten». Nun sei aber Zeit für frischen Wind. Denn Walker hat auch sonst genug zu tun, hat er doch in der Zwischenzeit mit Mitstreitern die Sommerbar Nordpol sowie vor kurzem das «Parterre» übernommen (zentralplus berichtete). Dominik Schmid führt den Coiffeure-Laden «Stiefväter» in Luzern.

So hat Mike Walker den Wechsel verkündet:

 

Walker und Schmid sind überzeugt, die richtigen Nachfolger für ihre Beiz gefunden zu haben. «Es freut uns sehr, dass Tobi und Simon das Ruder nach der Sommerpause übernehmen. Mit bestem Gewissen können wir sagen: Die Metzgerhalle ist in den besten Händen», so die Abtretenden.

Keinen kompletten Wandel

Einer der neuen Pächter, Tobi Wiler, hat schon zuvor in der Metzgerhalle gearbeit. «Als an einer Teamsitzung klar wurde, dass Mike und Dominik die Metzgerhalle abgeben möchten, habe ich mich bei Simon gemeldet und das Ganze wurde schnell zu einer konkreten Idee», sagt Wiler.

Beiden liegt die Metzgerhalle am Herzen, «und somit auch, dass diese Bar in ähnlichem Rahmen weiter existieren kann», so Simon Schär. Die Zusammenarbeit mit Mike und Dominik für die Übergabe habe gezeigt, dass es auch in ihrem Interesse sei, dass die Metzgerhalle nicht komplett von der Bildfläche verschwindet oder einen totalen Wandel erlebt. «Sie haben uns beide gut unterstützt und wertvolle Tipps gegeben. Dies erleichterte uns die Entscheidung zusätzlich, so dass wir diesen Schritt motiviert und mit Vorfreude angehen konnten», so Wiler.

Der Metzgerhalle steht ein Pächterwechsel bevor.

Der Metzgerhalle steht ein Pächterwechsel bevor.

(Bild: yab)

Von der Spelunke zum Musikertreffpunkt

Die Metzgerhalle bleibt also die einfache Beiz mit dem charmanten eingemauerten Gärtchen, wo eher Bier als Cüpli getrunken wird und eher Gitarrenmusik als trendiger Pop aus den Boxen dröhnt. Das Lokal hat eine über hundertjährige Geschichte und war lange Zeit eine klassische Spelunke, wo hinter Vorhängen schon nachmittags alles Mögliche konsumiert wurde.

2004 hat der Musiker Sämi Gallati das Lokal übernommen und ihm einen neuen Anstrich verpasst. Es hat den bodenständigen Charakter behalten, doch das Restaurant hat sich immer mehr zum Treffpunkt für Musiker gewandelt, die der lauten Gitarre frönen. Fortan gab es kleine Konzerte, und Fotos von Luzerner Musikern zierten die Wände.

Danach führten Victor Redonda und Silvan Meyerhans das Lokal im gleichen Stil weiter und schliesslich folgten 2015 Mike Walker und Dominik Schmid. Immer mehr wurde die «Metzgi» auch zum Treffpunkt für Studenten, Spieleliebhaber und Partygänger. Die Lage am Einfallstor zur Ausgehzone in der Baselstrasse machte das Lokal bei der Laufkundschaft beliebt.

Jeder bleibt willkommen

Auch aufgrund der langen Tradition wollen die beiden Neuen das Lokal nicht einfach umkrempeln – die «Metzgi» soll ihren Charakter behalten. Aber ein paar Ideen haben sie sehr wohl: «Wir sind an einer Belebung durch DJs, kleine Konzerte und sonstige Veranstaltungen interessiert», sagt Schär. Zum Beispiel werden die beliebten Brettspiele-Abende – die «Mannsgöggeli» – weitergeführt. Er bringt es so auf den Punkt: «Die Bar soll weiterhin ein Ort sein für alle Personen, an dem man sich gemütlich treffen kann, ob man nun einfach etwas trinken möchte, gute Musik geniessen, an die Bar sitzen und mit andern quatschen.»

Das Konzept bleibt sich treu, grosse Umbauten gibt es keine – das werden die Stammgäste wohl gerne hören. «Wir bringen nun bis am 1. September alles wieder auf Vordermann und sind ab dann zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder da.»

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