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Luzerner Lokalhelden mit Startschwierigkeiten
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Dada ante portas im Stadtkeller mit Panne Luzerner Lokalhelden mit Startschwierigkeiten

4 min Lesezeit 02.11.2016, 15:50 Uhr

Dada ante portas eröffneten am Dienstagabend die Konzertsaison im Luzerner Stadtkeller. Nach technischen Problemen schafften es die alteingesessenen Entertainer aus Luzerner, das Publikum für sich einzunehmen.

Schon gegen 19 Uhr schien der Saal im Luzerner Stadtkeller zum Bersten voll und es kamen noch immer weitere Zuschauer zu dem schon vor Tagen ausverkauften Konzert. Die Stimmung bei einem gemütlichen Abendessen liess sich nur durch die Qualität des Essens etwas bemängeln, auch wenn der Preis nicht überrissen war. 

Technische Probleme zu Beginn

Je später man eintraf, umso eher durfte man das Konzert von der Bar aus im Stehen verfolgen, jedoch waren den eingefleischten Fans die Stühle und Tische sowieso im Weg. Die Gruppe begann ihren Auftritt kurz nach halb neun. Der Einzug der Band erinnerte fern an The Mamas & The Papas mit dem Song California Dreamin’. Jedoch wurden die ersten Momente, wie auch der erste Song, von einem kleinen Patzer geprägt: Lukas Bachmann alias «Luc le Bo» wurde vom Sänger der Band, «Pee» Pirmin Wirz, ausser Gefecht gesetzt. Nein, es gab keine Schläge, ein einfacher Fusstritt des Sängers reichte aus, um die Gitarre von Luc verstummen zu lassen. Der Kontakt der Gitarre wackelte, ebenso wie die Verbindung zum Publikum im ersten Teil der Show.

Erinnerungen werden wach

Pee konnte die Situation jedoch mit einigen flotten Sprüchen schnell wieder in die richtigen Bahnen lenken. Nach einigem Gebastel am Equipment ging es dann auch weiter. Luc meinte hierzu nur: «Es tönt scho besser, wenns tönt.» Jedoch wirkte die Band im ersten Teil der Show aufgeregter, als es wohl nötig gewesen wäre. Bei ihrem ersten Auftritt im Stadtkeller Luzern, wobei einige Mitglieder vor knapp 20 Jahren diese Bühne schon einmal betreten hatten, schienen sie noch nicht wirklich angekommen.

Jedoch waren all diese Probleme bald vergessen, Pee konnte mit seinem Witz und Charme die Leute, jung wie alt, schnell wieder einfangen. Bei «I Would Give You My Love» war das Publikum dann auch wieder mit dabei – die Stimmung schien gerettet.

Mit einer Geschichte aus der frühen Bandzeit, als sie bei einem Flug nach Mailand fast abgestürzt wären, zogen sie eine witzige Parallele zu den Startschwierigkeiten dieser Show, die Turbulenzen hatten sie übrigens beim ersten Flug. Ziel der Reise war San Francisco, wo sie ihr erstes internationales Musikvideo drehten. 

Die kleinen Einlagen, mit welchen sie das Publikum zum Mitsingen motivierten, waren zu Beginn weit weniger euphorisch als am Ende der Show. Pee sah den Grund hierfür jedoch eher im Alkohol als in der Leistung der Gruppe, wie immer liegt wohl auch hier die Wahrheit eher in der Mitte.

Die kleinen Fehler haben wir ihnen gerne verziehen. 

Nach einer kurzen Pause ging es weiter, es klappte nun weit besser als zu Beginn. Das Publikum stand nun zum grössten Teil und bei «Hey Father» war auch die Verbindung zwischen den Zuschauern und der Band wieder vollumfänglich spürbar. Sie haben es eben doch drauf. 

Auf die Stühle zog es die Leute jedoch nicht, auch wenn Pee dies laut eigener Äusserung gerne gesehen hätte. «Talking Your Love» liess jedoch auch die Kleinsten im Publikum begeistert mittanzen. Vor der Bühne hatte sich nun eine kleine Schar Groupies gebildet, welche ihrer Begeisterung freien Lauf liessen und mitklatschten. Bei der Zugabe war nun auch der Autor vollends überzeugt. Wir haben ihnen die kleinen Fehler gerne verziehen. 

 

Ein gelungenes Heimspiel

Alles in allem war es ein schöner Abend und die Band hat gezeigt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Die Zugabe mit «Let Yourself Go» liess auch die letzten Leute im Publikum mitsingen und im Takt mitklatschen. Es herrschte einen gute Stimmung, welche jedoch durch das schnelle Ende wieder ein hartes Aufwachen in der Realität zur Folge hatte.

Viele Komplimente gab es vor allem für das Publikum, jedoch muss auch hier gesagt sein, die Luzerner sind durch Dada ante portas in der Musikszene gut vertreten und das nicht nur mit «Dance Beside The Moon». By the way, die neue Single von ihnen sollte noch dieses Jahr rauskommen und nach eigenen Angaben der Band dürfen wir nächstes Frühjahr mit ihrem neuen Album (zentralplus berichtete) rechnen.

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