Luzerner Kirchen müssen Mitternachtsmessen durchführen
  • News
  • Kirche
In der Pauluskirche wird auch in diesem Jahr die Mitternachtsmesse an Heiligabend durchgeführt. (Bild: Remo Wiegand)

Bischof Gmür spricht das Machtwort Luzerner Kirchen müssen Mitternachtsmessen durchführen

2 min Lesezeit 2 Kommentare 17.12.2020, 08:26 Uhr

Sie kommt etwas unerwartet aber in klaren Worten: die Ansage des Bischofs Gmür, dass die katholischen Kirchen Luzern einen Mitternachtsgottesdienst durchführen sollen. Dies, obwohl sich diese zuvor gegen eine Durchführung in diesem Jahr entschieden haben.

Die Mitternachtsmesse dürfe nicht abgesagt werden, da diese eine entscheidende Rolle für Gläubige habe und diese trotz aktueller Einschränkungen ein Recht auf den Anlass hätten – so die Worte des Bischofs aus Basel. Demnach ordnete Felix Gmür den Luzerner Kirchen an, eine Mitternachtsmesse zu feiern, wenn ein Pfarrer oder ein Leitender Priester vorhanden sei. Gesamthaft betreffe das in Luzern drei Pfarreien, nämlich St. Leodegar, St. Maria und St. Paul, schreibt die «Luzerner Zeitung».

Umsetzung noch unklar

Zur Sicherheit der Bevölkerung wollte man in Luzern zunächst auf die Durchführung von Gottesdiensten im klassischen Sinne verzichten. Dies auch, weil wegen der Obergrenze von 50 Besuchern zu viele Personen hätten weggewiesen werden müssen. Nun ist man etwas überrascht von der Weisung des Bischofs, nimmt diese aber zur Kenntnis, wie Pastoralraumleiter Thomas Lang gegenüber der «Luzerner Zeitung» erklärt.

Wie genau die bischöfliche Anordnung umgesetzt und kommuniziert werden kann, müsse nun noch evaluiert werden. Nach wie vor habe die Sicherheit der Besucherinnen die höchste Priorität. «Die genauen Abläufe müssen wir noch mit den jeweiligen Pfarreien besprechen», führt Lang aus.

Alternativ-Programm findet dennoch statt

Was jedoch bereits klar ist: Alle können dieses Jahr nicht an einem Gottesdienst teilnehmen. Rund 5000 Besucher zähle man jeweils an Heiligabend. Demnach ist klar, dass niemals 100 Gottesdienste zu 50 Personen stattfinden können. Dies sei der Grund dafür, weshalb man nach wie vor zusätzlich auf das digitale Alternativ-Programm setze.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

2 Kommentare
  1. Kasimir Pfyffer, 17.12.2020, 15:44 Uhr

    Wir nehmen ehrfürchtig zur Kenntnis, dass Bischof Gmür einen unglaublich grossen … äh … Einfluss hat. Ein echter Leader setzt eben sein eigenes Ego stets über die Gesundheit seiner Gläubigen (Hochrisikogruppe, Ü65, dem Singen zugeneigt).

  2. CScherrer, 17.12.2020, 09:27 Uhr

    Bischof Gmür ist in etwa so weltfremd wie seine Schwägerin, die Ständerätin und deren Mann, der die KMU’s sitzen lässt, obwohl diese bei der Helvetia versichert sind. So geht family business!

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.