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Luzerner Kantonsspital: Mehr Privatsphäre nach Hirnschlag
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Hauptgebäude Luzerner Kantonsspital Luks (Bild: les)

Angebot im «Stroke Center» wird weiter ausgebaut Luzerner Kantonsspital: Mehr Privatsphäre nach Hirnschlag

2 min Lesezeit 25.05.2019, 07:43 Uhr

Das Luzerner Kantonsspital stellt das einzige Stroke Center der Zentralschweiz. So soll die hochspezialisierte medizinische Versorgung von Hirnschlagpatienten in der Region sichergestellt werden. Neu können Patienten im Stroke Center in sechs Einzelkojen, die speziell für die Hirnschlagbehandlung eingerichtet sind, noch besser betreut werden.

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) betreibt das einzige zertifizierte «Stroke Center» der Zentralschweiz für die hochspezialisierte Behandlung von Hirnschlägen. Dabei werden die Patienten von der Notfallaufnahme bis zum Austritt beziehungsweise bis zur Nachbehandlung von spezialisierten Fachleuten versorgt und therapiert.

Durch bauliche Anpassungen des «Stroke Centers» konnten die Prozesse zur Behandlung von Hirnschlägen noch weiter optimiert werden, wie das LUKS mitteilt. Die speziell für Hirnschlagpatienten eingerichteten Behandlungsplätze mit ständiger medizinischer Überwachung (monitorisierte Stroke Units) befinden sich nicht mehr in Mehrbettzimmern, sondern sind neu als Einzelkojen nebeneinander angeordnet.

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Mehr Privatsphäre

Dadurch sei für den Patienten und seine Angehörigen eine grössere Privatsphäre und mehr Ruhe gewährleistet. Zugleich könnten Neurologen, Pflegefachkräfte und Therapeuten bei der Behandlung der Patienten noch besser Hand in Hand arbeiten.

«Mit dem Umbau des ‹Stroke Centers› ist dem LUKS ein weiterer Meilenstein in der modernen Versorgung bei Hirnschlag gelungen. Die rasche Diagnostik und fachübergreifende Behandlung in einem spezialisierten Zentrum erhöht die Chance, nach einem Hirnschlag wieder ein selbstbestimmtes Leben führen zu können», sagt Stephan Bohlhalter, Chefarzt des Neurozentrums am LUKS.

«time is brain»

Bei Hirnschlag laute die Devise «time is brain». Je länger die Blutversorgung des Gehirns durch ein Gerinnsel gestört wird, umso grösser ist das Risiko von dauernden Schäden der Hirnfunktionen. Im Stroke Center erhalten Patienten sofortige Hilfe. In der Notfallaufnahme werde das Gerinnsel entweder medikamentös aufgelöst oder durch einen Kathetereingriff entfernt. Dann werde der Patient für die nächsten 24 bis 72 Stunden in der monitorisierten Stroke Unit beobachtet und gleichzeitig mit seiner Rehabilitation begonnen.

Rund 70 Prozent der Hirnschlagpatienten, die in Schweizer «Stroke Center» behandelt wurden, hätten nach drei Monaten nur noch eine leichte Behinderung und seien im Alltag selbstständig. Beim LUKS treffe dies sogar auf 80 Prozent der Patienten zu.

Das Stroke Center ist Teil des Neurozentrums am LUKS. Es ist zudem eines von zehn «Stroke Center» in der Schweiz, das durch die Schweizerische Gesellschaft für Klinische Neurowissenschaften zertifiziert wurde und einen Leistungsauftrag der hochspezialisierte Medizin zur komplexen Behandlung von Hirnschlägen hat.

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