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«Darf’s es Betzali weniger sii?» Luzerner Kampagne gegen Foodwaste erfolgreich

2 min Lesezeit 26.02.2018, 09:15 Uhr

Mit dem Schulprogramm «Darf’s es Betzali weniger sii?» im Agrarmuseum Burgrain wurde das Aktionsprogramm Foodwaste des Kantons Luzern abgeschlossen. Ziel der dreijährigen Kampagne war es, möglichst viele Luzernerinnen und Luzerner für das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren.

Rund 10’000 Tonnen Nahrungsmittel – aussortierte unförmige Früchte, Gemüse oder abgelaufene Produkte – landen jährlich im Kehricht der Luzerner Haushalte. Nicht nur Umweltorganisationen fordern Gegenmassnahmen, auch die Politik hat das Problem erkannt. 2015 lancierte der Kanton Luzern zusammen mit Partnern eine auf drei Jahre angelegte Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung.

Der rote Faden des dreijährigen Aktionsprogramms war die Ausstellung Foodwaste, die 2015 und 2016 an der Luga sowie 2017 im Agrarmuseum Burgrain gezeigt wurde. An der Wanderausstellung wurde vermittelt, wie die Verschwendung von Lebensmitteln zuhause reduziert werden kann, wie ein Kühlschrank richtig eingeräumt wird oder worauf es beim Einkauf ankommt. 48 Schulklassen nahmen am Schulprogramm «Darf’s es Betzali weniger sii?» mit den Modulen «Ausstellung», «Apfelringli» und «Mosten» im Agrarmuseum teil.

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Kreative Ansätze am Gastroforum

Ein weiterer Meilenstein der Kampagne war das Gastroforum «Lebensmittelabfälle reduzieren: Erfolgsrezepte aus der Gastronomie», das an der ZAGG 2016 (Zentralschweizer Ausstellung für das Gastgewerbe) durchgeführt wurde. 90 Personen aus der Gastrobranche befassten sich mit dem kreativen und wirtschaftlichen Potenzial von «aussortierten» Lebensmitteln.

«Dank unsern Tischstellern haben wir 50 bis 70 Prozent weniger Lebensmittelverschwendung.»

Brigitte Heller, Direktorin vom Hotel Monopol und Hotel Alpina

Brigitte Heller, Direktorin der Hotels Monopol und Alpina, sprach über die Kommunikation mit dem Gast und sagte: «Dank unsern Tischstellern haben wir 50 bis 70 Prozent weniger Lebensmittelverschwendung.» Mittels Tischstellern beim Frühstücksbuffet macht sie ihre Gäste auf die Verschwendung von Lebensmitteln aufmerksam.

Den Organisatoren war von Anfang an klar gewesen, dass das Problem der Lebensmittelverschwendung mit einer Kampagne allein nicht gelöst werden kann. Das Ziel, das Thema in wichtigen Zielgruppen wie dem Gastroforum oder den Schulen zu lancieren, wurde jedoch erreicht. Das Thema Lebensmittelverschwendung ist heute viel präsenter als vor drei Jahren.

Die dreijährige Kampagne wurde durchgeführt von den Dienststellen Umwelt und Energie (uwe) und Landwirtschaft und Wald (lawa) des Kantons Luzern in Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Verein «foodwaste.ch», dem Agrarmuseum Burgrain und der Albert Koechlin Stiftung (AKS), die einen grossen Teil der Kampagne finanzierte.

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