Luzerner Homosexueller hat grossen Auftritt im Fernsehen
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Kämpft seit 25 Jahren gegen Homophobie: der Luzerner Vincenzo d'Adamo. (Bild: ida)

Beitrag über Hass gegen die LGBTQIA+-Community Luzerner Homosexueller hat grossen Auftritt im Fernsehen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 09.04.2021, 11:05 Uhr

Der stadtbekannte Vincenzo «Vinci» d’Adamo erlebt als Homosexueller immer wieder Demütigung, Diskriminierung und Gewalt. Er wurde in seinem Leben fünf Mal spitalreif geschlagen – weil er schwul ist. Nun erzählt er gemeinsam mit anderen Menschen aus der LGBTQIA+-Szene, was queere Menschen in der Schweiz alles erleben müssen.

«Hass gegen LGBTQ+ – Von Diskriminierung und Widerstand» heisst der neue Dok-Film von «SRF». In diesem berichten Menschen aus der LGBTQIA+-Community über Hass, Gewalt und Demütigung – was zum Alltag vieler queerer Menschen in der Schweiz gehört.

Einer, der im eineinhalbstündigen Bericht zu Wort kommt, ist der Luzerner Vincenzo d’Adamo. Er ist leidenschaftlicher Coiffeur, hat ein eigenes Geschäft in der Innenstadt (zentralplus berichtete).

In der Stadt kennt man ihn besser unter dem Namen «Vinci». Als Homosexueller kämpft d’Adamo seit 25 Jahren gegen Homophobie. In seinem Leben wurde er bereits fünf Mal spitalreif geschlagen – weil er schwul ist. Auch gegenüber zentralplus hat er von seinen Erlebnissen und seinem Kampf gegen Homophobie erzählt:

Durch die Stadt gejagt

D’Adamo berichtet auch gegenüber «SRF» von seinen Erfahrungen aus seinem «normalen» Alltag. «Wenn ich zu extrovertiert bin, zu bunt, ‹zu schwul› sozusagen, dann muss ich es mir mehr anhören.» Beleidigungen, Schimpfwörter, dass mit dem Finger auf ihn gezeigt werde, weil er ja «der Schwule» sei. Mittlerweile könne er das auch ein wenig steuern. Doch gibt es Tage, an dem es besser geht und Tage, an denen das schlechter geht.

D’Adamo wurde einmal quer durch die Luzerner Innenstadt gejagt von zwei Männern. Er hat Todesdrohungen erhalten, wurde brutal zusammengeschlagen.

Seinen Lebensmut und die Freude am Leben und der Liebe lässt sich der 41-Jährige deswegen nicht nehmen. Denn wenn er mit einem Mann Hand in Hand durchs Luzerner Vögeligärtli laufen will, dann will das d’Adamo auch machen.

Doch das Erlebte macht d’Adamo zu schaffen. Es tut weh. Der Kampf gegen Homophobie geht weiter. «Solange die Dünnen nicht die Dicken, die Dicken nicht die Dünnen und die Hellen nicht die Dunkeln und umgekehrt akzeptieren, können auch wir Homosexuelle nicht gleich bedingungslos unser Leben leben», sagte er damals zu zentralplus.

Mehr über d’Adamo liest du hier:

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1 Kommentare
  1. Michel von der Schwand, 09.04.2021, 12:25 Uhr

    In dieser Dokumentation behauptet Herr d’Adamo, dass er die Polizei angerufen hat, während er durch die Stadt gejagt worden ist. Gemäss seiner Aussage wurde Herr d’Adamo von dem Polizisten ausgelacht, als er um Hilfe bat und sagte, dass man ihn umbringen will. Sollte dies tatsächlich stimmen, dann ist das ein absoluter Skandal und der betroffene Polizist gehört entlassen! Diese Geschichte kann man – davon bin ich überzeugt – recherchieren und bei der Polizei abklären. Notrufe werden ganz sicher aufgezeichnet. Bitte dazu weitermachen und recherchieren!

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