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Luzerner häuften in einem Jahr 422,4 Kilogramm Abfall pro Person an
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422,4 Kilogramm Abfall verursachte eine Person im Kanton Luzern in einem Jahr. (Bild: Zentralplus)

Mehr als die Hälfte recycelt Luzerner häuften in einem Jahr 422,4 Kilogramm Abfall pro Person an

2 min Lesezeit 30.06.2020, 08:45 Uhr

Die Menge an Siedlungsabfall blieb letztes Jahr fast gleich gross wie 2018, mehr als die Hälfte davon wurde recycelt. Bei der Verwendung von wiederverwertetem Baustoff muss der Kanton jedoch wieder aufholen.

Im Kanton Luzern wurden im vergangenen Jahr 173’000 Tonnen Siedglungsabfälle gesammelt – pro Kopf 422,4 Kilogramm. Davon sind 85’000 Tonnen Hauskehricht (2018: knapp 85’000 Tonnen) und 88’000 Tonnen Separatabfälle (2018: 86’000 Tonnen). Als separat gelten jene Abfälle, die zwecks Recycling getrennt gesammelt und stofflich verwertet werden. Die Recycling-Quote lag 2019 bei den Siedlungsabfällen bei 50,7 Prozent (2018: 50,4 Prozent), wie aus dem Bericht von Lustat Statistik Luzern hervorgeht.

Den grössten Anteil der recycelten Stoffe macht Grüngut (37’463 Tonnen) aus, gefolgt von Karton und Papier (30’551 Tonnen) und Altglas (14’124 Tonnen). Die geringste Menge machten Batterien mit 58 Tonnen insgesamt oder 100 Gramm pro Kopf aus.

Weniger Aushub aus Kiesgruben wiederverwertet

Weniger gut schneidet die Bilanz beim Wiederverwenden von Baustoffen ab. Im vergangenen Jahr wurden drei Prozent weniger Recyclingbaustoffe eingesetzt als noch 2018. Die Stoffe aus Bauschutt werden aufbereitet und wieder als Baumaterialien verwendet. Insgesamt waren es 451’000 Kubikmeter.

Der Anteil an in Kiesgruben recyceltem Material erreichte mit 229’000 Kubikmetern allerdings den tiefsten Stand seit dem Beginn der Erhebung vor 17 Jahren, schreibt Lustat. Die Menge des auf Deponien abgelagerten Materials blieb hingegen mit 671 Kubikmetern relativ konstant.

Zugenommen hat hingegen die Menge der Abfallbiomasse. Erstmals waren es über 100’000 Tonnen. Erklärt wird diese Zunahme mit Importen aus anderen Kantonen und aus dem Ausland. Auch neu in Betrieb genommene Anlagen tragen ihren Teil dazu bei.

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