Hygiene: Gute Noten für Luzerner Glacé-Produzenten
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Die Qualität von Glacé aus lokaler Kleinproduktion hat sich stark gebessert. (Bild: jal)

Zehn Prozent der Kontrollen beanstandet Hygiene: Gute Noten für Luzerner Glacé-Produzenten

2 min Lesezeit 31.07.2020, 10:35 Uhr

Mangelnde Hygiene und Fehler bei der Herstellung trübten im vergangenen Jahr den lokalen Glacé-Genuss. Die gute Nachricht: Der Kantonschemiker stellt in diesem Jahr eine starke Verbesserung fest.

Was machen die Lebensmittelkontrolleure, wenn sie an einem heissen Sommertag Lust auf Glacé haben? Genau, sie kontrollieren die Hersteller und sammeln dabei «Produktproben» ein. Ob es sich genau so zugetragen hat, geht aus der Mitteilung der Luzerner Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz allerdings nicht hervor.

Was hingegen drinsteht: Die Luzerner Kantonschemiker haben diesen Sommer erneut verschiedene Glacé- und Sorbet-Produkte sowie Softeis kontrolliert. Dies, nachdem es im vergangenen Jahr bei rund einem Drittel der Produkte Grund für Beanstandungen gegeben hatte.

Speiseeis wie Glacé, Softeis und Sorbet ist aufgrund der jeweiligen Zutaten und des Herstellungsprozesses anfällig für mikrobielle Belastungen. Vorhandene Erreger bleiben auch im gefrorenen Produkt lebensfähig und können unter Umständen Magen-Darm-Erkrankungen auslösen.

Lokale Kleinhersteller im Fokus

Bei den in Luzern getesteten Produkten handelte es sich vorwiegend um «handwerklich hergestellte Glacé kleinerer Betriebe» und nicht um industriell gefertigtes Speiseeis. Die rund 30 Speiseproben wurden in erster Linie darauf getestet, ob sie mikrobiologisch unbedenklich sind.

Die Resultate sind für Kantonschemiker Silvio Arpagaus erfreulich: «Die eingeleiteten Verbesserungsmassnahmen zeigen Wirkung und es mussten deutlich weniger Proben beanstandet werden», so Arpagaus. Krankheitserreger wie Salmonellen oder Listerien wurden keine nachgewiesen.

Massiv weniger Beanstandungen

Fehler im Rahmen der Herstellung und mangelnde Personalhygiene bei der Zubereitung führten in den letzten Jahren häufig zu Beanstandungen. Rund zehn Prozent der Proben erfüllten die Anforderungen auch dieses Jahr nicht.

«In diesen Fällen müssen die Verantwortlichen Massnahmen in Bereichen wie Pasteurisation der Zutaten, Wartung und Unterhalt der Glacé-Maschinen oder Schulung der Mitarbeitenden treffen», so der Kantonschemiker. Die Lebensmittelkontrolle will das Thema weiterverfolgen.

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