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Luzerner Gewerkschaftsbund wirft Peter «Verpolitisierung» der Krise vor
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Die Luzerner Altstadt befindet sich im Dornröschenschlaf. (Bild: ios)

Der Wirtschaftsdirektor fordert Ladenöffnungen Luzerner Gewerkschaftsbund wirft Peter «Verpolitisierung» der Krise vor

2 min Lesezeit 2 Kommentare 07.04.2020, 16:45 Uhr

Der Luzerner Wirtschaftsdirektor Fabian Peter ist dafür, dass man die bestehenden Vorschriften des BAG betreffend Corona bald lockere. Er will gewisse Geschäfte ab dem 19. April wieder öffnen. Dagegen wehrt sich der Gewerkschaftsbund vehement.

Ab 19. April sollen gewisse Geschäfte schrittweise wieder eröffnet werden. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften sollten etwa Kleider- und Schuhverkäufer sowie Buchhändler wieder offen haben dürfen (zentralplus berichtete).

Dieses Hochfahren der Wirtschaft würde «positive Signale» aussenden, ist sich der FDP-Politiker sicher. Nicht alle jedoch fassen die Ankündigung als positives Signal auf.

Der Luzerner Gewerkschaftsbund etwa wehrte sich am Dienstag kritisch gegen Peters Begehren.

«Diese Pläne seien in enger Absprache mit den Luzerner Wirtschaftsverbänden entstanden, heisst es im Artikel», so schreibt der Gewerkschaftsbund (LGB). Weiter sei auch über den Austausch des Wirtschaftsdirektors mit Vertretern der Wirtschaft und den Gewerkschaften die Rede gewesen. «Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Gewerkschaften hinter den Forderungen der Luzerner Regierung stehen», so die Organisation weiter.

Der Kanton solle sich aus der Bundespolitik raushalten

«Das Gegenteil ist der Fall.» Der Luzerner Gewerkschaftsbund distanziere sich klar vor dieser «gefährlichen Haltung». In der ausserordentlichen Lage sei es der Bundesrat, der über die Fortführung von Massnahmen entscheide und nicht der Kanton Luzern, rügt der LGB. «Nicht wirtschaftliche Interessen, sondern die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung muss im Zentrum stehen. Die Corona-Krise nicht verpolitisiert werden, doch genau dies erreicht der Regierungsrat mit seinem unüberlegten Vorpreschen.»

Im Hinblick auf Corona gebe es im Kanton Luzern noch genügend dringende Baustellen zu bewältigen. Bis diese gelöst seien, «soll sich die Luzerner Regierung aus der Bundespolitik raushalten», äussert sich der LGB dezidiert.

Auch auf Twitter sorgte Fabian Peters Aussage für Kritik:

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2 Kommentare
  1. Andreas Peter, 08.04.2020, 12:32 Uhr

    „Nicht wirtschaftliche Interessen, sondern die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung muss im Zentrum stehen.“
    Typisch linkes, billiges Moralingeschwafel.

    Einfach mal den anderen Artikel in dieser Zeitung lesen und nochmal nachdenken:
    «Ängste und Phobien»: Luzerner Ärzte bemängeln Corona-Massnahmen
    https://www.zentralplus.ch/massive-aengste-und-phobien-luzerner-hausaerzte-bemaengeln-corona-massnahmen-1769005/

  2. Maria Schellenberg, 08.04.2020, 11:19 Uhr

    Hauptsache man bringt sich wieder ins Gespräch, könnte aber nach hinten losgehen bei den nächsten Wahlen. Fertig Kantönligeist, jetzt soll der Bund das Sagen haben. Luzern hat da gar nichts zu sagen.

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