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Luzerner «Gewerbehalle» will neu Partys mit Co-Working vereinen
  • Regionales Leben
David Kressebuch, einer der beiden neuen Betreiber, fühlt sich bereits wohl hinter der neuen Bar. (Bild: sah )

Lokal an Baselstrasse öffnet seine Pforten Luzerner «Gewerbehalle» will neu Partys mit Co-Working vereinen

3 min Lesezeit 01.02.2019, 17:30 Uhr

Das schon fast in Vergessenheit geratene Luzerner Eventlokal Gewerbehalle an der Baselstrasse öffnet diesen Freitag nach langem Warten erneut seine Pforten – mit frischen Gesichtern und neuem Konzept. Zwar setzt man weiter auf Partys und Bar, aber auch Co-Working und Start-ups sollen einen Platz finden.

Nach einer extralangen Sommerpause erwacht das Bar- und Eventlokal Gewerbehalle an der Baselstrasse 46 diesen Freitag aus dem siebenmonatigen Dornröschenschlaf (zentralplus berichtete). Die neuen Betreiber David Kressebuch und Sven Seidel haben innerhalb weniger Wochen das Lokal generalüberholt.

Bereits beim Eintreten wird klar: Hier wird nicht mehr am alten Konzept des Lokals festgehalten, sondern auf Neues gesetzt. Die halb verlotterten und in Zigarettenrauch getränkten Möbel im Obergeschoss sind dezenten Bistrotischchen mit Stühlen gewichen. Anstatt skurrilen Wanddekorationen hängen Bilder lokaler Künstler an den Wänden. Der Boden wurde abgeschliffen, neu versiegelt und in der Mitte des oberen Raumes wurde eine grosse Bar installiert. 

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Alles wirkt überraschend stimmig – vorbei sind wohl die Zeiten, in denen man sich mit seiner neu errungenen Liebschaft in eine dunkle Ecke im Untergeschoss zurückzieht. Denn: Das ganze Lokal wurde mit einem hippen Lichtkonzept ausgestattet.

Wie viel Geld sie in die Umbauten investiert haben, wollen die Betreiber nicht preisgeben. «Wir haben aber sehr viel Hilfe von Verwandten und Freunden erhalten», so David Kressebuch, einer der beiden Betreiber.

Co-Working und Unternehmertum sollen Platz finden

Der obere Stock wird weiterhin als Bar genutzt. Von Dienstag bis Samstag können Gäste hier ihre Abende ausklingen lassen. Der Zwischenstock, wo früher Bar und Küche waren, wird neu nur noch als Küche genutzt. «Hier werden kleine Häppchen oder Fingerfood zubereitet», erklärt Kressebuch. «Wir können uns auch vorstellen, bei Partys ein einfaches Mitternachtsmenü anzubieten», so Kressebuch weiter.  

Der untere Raum soll künftig sowohl als Partyraum, als auch als Co-Working-Space genutzt werden.

Der untere Raum soll künftig sowohl als Partyraum, als auch als Co-Working-Space genutzt werden.

(Bild: sah)

Im unteren Stock, wo früher fast ausschliesslich Partys gefeiert wurden, finden neu unter der Woche Gewerbe und Jungunternehmer einen Platz zum Arbeiten: «Der Raum soll als Co-Working-Space oder als Ort für Workshops und Networking dienen», so Kressebuch. Dementsprechend wurde die Bühne weggeräumt und das riesige DJ-Pult durch ein minimalistisches Holzpültchen ersetzt.

Am Samstag kann der Raum jeweils für rund 400 Franken für die private Veranstaltung gemietet und individuell verwendet werden. «Wir sind zum Beispiel bereits angefragt worden, ob man den Raum auch für einen Flohmarkt nutzen könne», so Kressebuch.

«Wir wollen weg vom Elektro.»

David Kressebuch, neuer Betreiber der Gewerbehalle

Neben den Fremdveranstaltungen bleibe aber freitags Platz für eigene Partys. Hier orientieren sich die Veranstalter an den bereits bestehenden Partylokalen an der Baselstrasse – oder besser gesagt, sie distanzieren sich bewusst von diesen: «Unser Konzept ist so ausgerichtet, dass wir versuchen, ein ergänzendes Programm für ein breites Publikum zu bieten», so Kressebuch. Er fügt an: «Wir wollen weg von Elektro.» Stattdessen stehen Old School, Funk, Rock, Jazz und Hip-Hop im Fokus.

«Das Lokal ist ein echter Glücksgriff für uns.»

David Kressebuch

Das untere Stockwerk wird flexibel genutzt. «Das ist das Schöne an diesem Lokal. Es ist klein, aber multifunktional», so Kressebuch. «Die Gewerbehalle ist ein echter Glücksgriff für uns», so Kressebuch. Denn ein Lokal wie dieses sei extrem schwierig zu erhalten.

Die beiden kennen sich bereits seit rund acht Jahren und wurden von der ehemaligen Betreiberin Barbara Glenz auf das Lokal angesprochen. Diese Chance haben die beiden kurzerhand beim Schopfe gepackt. Seidel, der bereits aus Erfahrungen aus dem Sopranos-Café auf dem Mühleplatz schöpft, ist in der Gastroszene seit Langem zu Hause. Und auch Kressebuch hat viele Jahre im Gastro gearbeitet. Er übernimmt jedoch in der Gewerbehalle vor allem das Marketing.

Hier einige Eindrücke von der Gewerbehalle, wenige Tage vor Neueröffnung:

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