Luzerner Gastronomen wollen auch künftig auf Parkplätzen servieren
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Die Gastroflächen sollen auch zukünftig unkompliziert erweitert werden können. (Bild: Bildmontage)

Restaurants und Beizen sammeln Unterschriften Luzerner Gastronomen wollen auch künftig auf Parkplätzen servieren

2 min Lesezeit 4 Kommentare 17.08.2020, 07:55 Uhr

Der Verein «LU – Luzerner Unternehmen» lanciert gemeinsam mit Luzerner Gastronounternehmern einen Bevölkerungsantrag zur vereinfachten gastronomischen Nutzung des öffentlichen Grundes. Die Bögen liegen ab Montag in den Restaurants auf.

Die Coronakrise hat die Wirtschaft in der Stadt Luzern stark getroffen und viele Gastronomiebetriebe müssen nach wie vor um ihr Überleben bangen. In der Krise hat die Stadt Luzern schnell und unbürokratisch reagiert und den ansässigen Gastrounternehmen in einem vereinfachten Verfahren die Nutzung des öffentlichen Grundes ermöglicht.

Für diese erweiterten Boulevardflächen durften temporär auch Strassenräume und Parkplätze genutzt werden (zentralplus berichtete). Der Verband «LU – Luzerner Unternehmen» und die unterzeichnenden Gastronominnen sind der Überzeugung, «dass die vereinfachte, temporäre Nutzung von Strassenräumen und Parkplätzen durch die Gastronomie den öffentlichen Raum aufwertet und wesentlich zur Aufenthalts- und Lebensqualität in der Stadt Luzern beiträgt», wie sie am Montag in einer Mitteilung schreiben.

«Überlebenswichtige Erweiterung der Gastrofläche»

Die unbürokratische Handhabung der Massnahmen fördere den Wirtschaftszweig der Gastronomie und stelle im Sommer «für viele eine überlebenswichtige Erweiterung der Gastrofläche dar».

Der Bevölkerungsantrag fordert, dass das vereinfachte Bewilligungssystem für die gastronomische Nutzung des öffentlichen Grundes auch zukünftig aufrechtzuerhalten ist.

Gastronomen setzen sich für vereinfachte Nutzung ein

Dabei zählt man auf «ein breites Komitee von unterschiedlichen Betrieben», die den Antrag am Montag gemeinsam lancieren. Dazu zählen unter anderem die Bars Houdini, Hinicht und Raviolibar, aber auch Restaurantbetriebe wie die Pizzeria La Bestia oder das Burger-Restaurant Wolf. Weiter wird der Antrag durch Samuel Vörös von der Firma «Schatz AG – Agentur für Gastronomie- und Hotelbetriebe» mitlanciert, welche unter anderem die bekannten Betriebe «Brasserie Bodu», «Storchen», «zur Werkstatt» oder auch die «Libelle» und das «Mill’Feuille» administrativ unterstützt.

«Für uns ist diese Vereinfachung selbstredend ein Mehrwert, auch für unsere Gäste – insbesondere jedoch auch für das Stadtbild, wir hören das täglich auf dem Mühlenplatz», sieht Vörös nur Gewinner bei diesem Antrag.

Der Antrag liegt ab Montag in verschiedenen Gastronomiebetrieben auf.

Auch die Politik – etwa die Stadtluzerner CVP – fordert, dass zusätzliche Boulevardflächen auch zukünftig einfach für die Gastronomie zugänglich gemacht werden.

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4 Kommentare
  1. Benno von Gunten, 18.08.2020, 11:18 Uhr

    Finde das auch eine schöne Idee für die Sommerferien, man sollte sich dann halt schon überlegen wo die Autos hin sollen. Und auch nicht zu vergessen: Bei anderen Gewerben ist der Teufel los, wenn auch nur ein zu grosses Plakatständerli draussen steht. Vielleicht haben diese auch Bedarf günstig ihre Ladenfläche wie die Gastwirte zu erweitern? Kommt dazu, dass wenn ein Restaurant grosszügig rausstuhlt gehen die Leute nicht mehr an den Schaufenstern vorbei. Konflikte sind vorprogrammiert, definitiv.

  2. Luchsfan, 17.08.2020, 20:50 Uhr

    Grundsätzlich habe ich nichts gegen diese Ide.
    Ich habe allerdings bedenken da man die Parkplätze auch wieder freigeben sollte.
    Wenn es einfach bleibt bin ich einverstanden aber es sollte nicht die Parkplätze blockieren.

  3. Peter Lehmann, 17.08.2020, 08:18 Uhr

    Meine Stimme habt ihr! Es ist schön zu sehen, wie in der Altstadt wieder etwas Leben eingekehrt ist durch die Gastroflächen z.B. vom Bodu, vom Storchen, vom Weissen Kreuz, oder am Mühleplatz und beim Weinmarkt.
    Auch die Installation der Raviolibar ist nett, auch wenn diese tatsächlich PP reduziert. Ausserhalb der Ladenöffnungszeiten sollten aber weiterhin PP freigegeben werden können.

    1. Peter Huber, 17.08.2020, 15:24 Uhr

      Am Mühlenplatz wie auch beim Bodu und dem Storchen war auch früher schon aussen Bestuhlung. War ja ganz klar dass die Gastronomie das weiterführen will. Ich hoffe der Stadtrat hält sein Wort und betrachtet dies als Ausnahme

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