Luzerner Feuerwehr stand 2020 weniger im Einsatz
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In der Villenstrasse brannten im August 2020 drei Autos vollständig aus. (Bild: Luzerner Polizei)

Starker Rückgang der Einsatzstunden Luzerner Feuerwehr stand 2020 weniger im Einsatz

2 min Lesezeit 13.04.2021, 09:06 Uhr

Die Feuerwehr der Stadt Luzern legt ihren Tätigkeitsbericht 2020 vor. Die Einsatzstunden nahmen im Pandemie-Jahr deutlich ab. Zu tun gab es trotzdem einiges.

Bei Bränden und Unfällen rettete die Feuerwehr der Stadt Luzern vergangenes Jahr 13 Personen und 7 Tiere aus lebensbedrohlichen Notlagen. Dies wird im soeben erschienen Tätigkeitsbericht ersichtlich

Die Berufs- und Milizfeuerwehr der Stadt Luzern hat im vergangenen Jahr insgesamt 965 Einsätze (Vorjahr 1062) bewältigt. 590 Mal (Vorjahr 611) rückte die Feuerwehr alarmmässig aus. Dabei nahmen die Fehlalarme erfreulicherweise mit 241 (Vorjahr 265) um rund 10 Prozent ab. 224 Einsätze waren nicht dringend (Vorjahr 192). Dazu gehörten etwa Tierrettungen.

Auszug aus dem Tätigkeitsbericht 2020:

Zu den spezielleren Einsätzen gehörten 2020 etwa: Dachstockbrand an der Luzernerstrasse (zentralplus berichtete), Überschwemmungen nach intensivem Regen mit Schwerpunkt im Würzenbachquartier (zentralplus berichtete), ein Ölunfall auf dem Vierwaldstättersee, die Rettung eines Rollstuhlfahrers aus steilem Gelände, der Brand dreier Autos an der Villenstrasse (zentralplus berichtete) oder die Rettung eines Rindes aus einer Güllengrube.

«Dank einem umfassenden Pandemie-Schutzkonzept war die Einsatzbereitschaft und Einsatzleistung der Feuerwehr Stadt Luzern nie eingeschränkt», sagt Feuerwehrkommandant Theo Honermann. Im Gegenteil: Während der ersten Pandemiewelle im Frühling 2020 entlastete die Feuerwehr zusätzlich während drei Wochen rund um die Uhr den Rettungsdienst 144 vom Luzerner Kantonsspital mit qualifizierten Fahrerinnen und Fahrern. Diese leisteten 126 Notfalleinsätze. Die Berufsfeuerwehleute leisteten zusätzlich rund 140 freiwillige Einsätze als sogenannte «First Responder» bei Herzkreislaufstillständen: Als ehrenamtlicher «First Responder» wird man vom Sanitätsnotruf 144 aufgeboten, um bei einem Notruf betreffend Herzkreislaufstillstand als Ersthelfe die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Damit können die Überlebens- chancen der betroffenen Personen deutlich verbessert werden.

Lösch- und Rettungsboot ist früher im Einsatz

«Trotz dem Fokus auf die Pandemie konnten wir viele Fortschritte in den laufenden Projekten und Vorhaben der Feuerwehr erzielen», sagt Kommandant Theo Honermann. Besonders erfreulich sei die Zustimmung des Grossen Stadtrats für die Beschaffung des neuen Lösch- und Rettungsbootes gewesen (zentralplus berichtete). Die Auslieferung erfolgt voraussichtlich früher als geplant, nämlich bereits Mitte statt Ende 2021.

Aktuell gehören zur Berufsfeuerwehr der Stadt Luzern 34 Frauen und Männer. In der Milizfeuerwehr sind 261 Frauen und Männer engagiert. «Erfreulicherweise melden sich viele junge Leute von sich aus bei der Feuerwehr und zeigen Interesse am Feuerwehrdienst», so Honermann. Es bestünden deshalb aktuell keine Rekrutierungsprobleme.

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