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Luzerner Fest 2019 fällt aus – was geschieht nun?
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Das grosse Wuseln am Luzerner Fest. (Bild: Luzerner Fest)

Verantwortliche wollen Konzept überarbeiten Luzerner Fest 2019 fällt aus – was geschieht nun?

2 min Lesezeit 23.01.2018, 09:04 Uhr

Nach zehn Jahren findet das Luzerner Fest 2019 nicht mehr statt. Die Verantwortlichen legen eine Pause ein. Aus welchen Gründen und was das für die Zukunft des Grossanlasses bedeutet.

Das Luzerner Fest steht vor einer ungewissen Zukunft. Zwar feiert man dieses Jahr das 10-Jahr-Jubiläum. Doch bereits jetzt ist klar, dass es 2019 kein Fest geben wird – die Organisatoren legen eine Pause ein, wie sie mitteilen. Wie das «neue» Luzerner Fest ab 2020 aussehen wird, sei offen – und könne von Luzernerinnen und Luzernern aktiv mitgestaltet werden.

Im Laufe eines Strategieprozesses habe die Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» gemeinsam mit dem OK entschieden, 2019 eine Festpause einzulegen. «10 Jahre sind eine stolze Zeit. Das Umfeld des Fests, aber auch die Bedürfnisse und das Verhalten der Besucherinnen und Besucher haben sich stark verändert», wird Stiftungsratspräsident Beat Züsli in einer Mitteilung zitiert.

Um das Fest auch künftig erfolgreich und mit möglichst hohem Gewinn zugunsten der Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» durchführen zu können, brauche es längerfristig grössere Anpassungen. «Das Fest muss in der Stadt Luzern breiter abgestützt sein – für diesen Prozess brauchen wir genügend Zeit und auch mal eine Verschnaufpause», so OK-Präsidentin Corinne Imbach. Sie betont, dass das OK in den vergangenen Jahren durchschnittlich 4’000 bis 5’000 Stunden pro Fest investiert habe, vielfach ehrenamtlich.

Höhere Kosten, grössere Risiken

Doch genau das ist heute nicht mehr selbstverständlich, denn die Professionalisierung nehme stetig zu. «Es wird immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden, die für den guten Zweck einen Einsatz leisten», so Corinne Imbach. Nebst steigenden Kosten im Sicherheitsbereich oder bei der Infrastruktur seien auch die Auflagen – vom Verkehrskonzept bis zur Gastronomie – stetig strenger geworden. Die Konsequenz: Jährlich steigende Kosten und ein immer grösseres finanzielles Risiko, das bei einer Open-Air-Veranstaltung ohne Eintritt nicht reduziert werden könne.

«Ich möchte das Luzerner Fest so verändern, dass ich es privat noch lieber besuchen würde», sagt Corinne Imbach.  (Bild: jwy)

Will das Luzerner Fest neu aufgleisen: OK-Präsidentin Corinne Imbach.  (Bild: jwy)

Nun sollen die Karten neu gemischt werden. Wie das Fest nach der Pause ab 2020 aussehen und in welcher Regelmässigkeit es stattfinden wird, ist offen. Klar ist, dass auch künftig das Ziel ist, möglichst viele Spenden zu sammeln. Hier sei auch die Stadt Luzern gefordert, gute Rahmenbedingungen für ein zukünftiges «Stadtfest mit karikativem Charakter» bereitzustellen, so die Verantwortlichen.

Dabei hoffen sie auch auf Inputs von den Luzernern. Die Bevölkerung, das Gewerbe sowie Vertreterinnen und Vertreter von Luzerner Vereinen und Kulturinstitutionen seien eigenladen, aktiv bei der Neugestaltung mitzuwirken und Ideen einzubringen.

Jubiläumsausgabe: Planung läuft

Doch bevor es soweit ist, wird nochmals richtig gefeiert. Zurzeit laufen die Planungen für die Jubiläumsausgabe auf Hochtouren. «Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein tolles Jubiläums-Fest freuen», verspricht OK-Präsidentin Corinne Imbach. Das Luzerner Fest findet vom 29. und 30. Juni 2018 statt.

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