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Luzerner FDP will mehr alternative Energien nutzen
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Die FDP möchte im Kanton Luzern alternative Energiequellen fördern (Symbolbild).

Zwei Vorstösse im Kantonsrat eingereicht Luzerner FDP will mehr alternative Energien nutzen

2 min Lesezeit 27.01.2020, 10:14 Uhr

Geht es nach der FDP, sollen alternative Energie im Kanton besser und versärkt genutzt werden. Deshalb hat die Partei im Kantonsrat zwei Vorstösse eingereicht. Dabei nimmt sie insbesondere die Polizei in die Pflicht.

FDP-Kantonsrat Thomas Meier (Schenkon) fordert in einer Motion, dass jährliche Gebühr für die Nutzung des Grundwassers für thermische Zwecke gestrichen wird. Denn sie würde alternative ökologische Heiz- und Kühltechniken verteuern und damit den flächendeckenden Umrüstungstrend bremsen, schreibt die Partei in einer Mitteilung.

«Viele Vermieter berechnen bei einer Ölheizung, wie viel Heizöl sie mit der jährlich anfallenden kantonalen Nutzungsgebühr kaufen können und entscheiden sich dann oft gegen die Investition in eine ökologische Heizung», begründet Meier seinen Vorstoss.

Kein Verlust von Grundwasser

Dabei stelle bereits die Anschaffung einer Grundwasserwärmepumpe zur energetischen Nutzung für private Haushalte wie auch für Firmen eine kostspielige Investition dar. «Der Bauherr muss neben den Materialkosten auch kostenintensive Abklärungen in Form von hydrogeologischen Gutachten, Sondierbohrungen oder Pumpversuchen treffen», so Meier.

Schliesslich sprechen für Thomas Meier auch grundsätzliche Überlegungen gegen die Erhebung einer kantonalen Gebühr: «Bei der energetischen Nutzung (Heizen und Kühlen) von Grundwasser- und Oberflächenwasserpumpen wird an Punkt A Wasser entnommen und an Punkt B – in identischer Menge und 1 bis 2 Grad kühler oder wärmer – wieder ins Grundwasser eingespiesen», fasst er zusammen. Dem Grundwasser werde unter dem Strich also kein einziger Tropfen entnommen.

Beschaffung von Fahrzeugen mit Alternativantrieb

Einen anderen Zugang zur Förderung und Nutzung von alternativen Energietägern fordert FDP-Kantonsrat Patrick Hauser (Adligenswil). Die Regierung solle bei der Beschaffung und Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen die Möglichkeit des Einsatzes von Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten (Hybrid, Elektro, Wasserstoff, Synthetische Treibstoffe etc.) prüfen und bei Gleichwertigkeit dem Fahrzeug mit Alternativantrieb den Vorzug geben.

Laut dem FDP-Kantonsrat verfügt etwa die Luzerner Polizei über eine Flotte von mehreren Hundert Fahrzeugen, welche periodisch zu ersetzen sind. Diese Fahrzeuge setzt die Polizei unter anderem in der Stadt Luzern für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs ein. Aufgrund der voraussichtlich beschränkten gefahrenen Kilometerzahl wäre hier durchaus der Einsatz von Fahrzeugen mit Alternativantrieb denkbar. Daneben wird die Luzerner Polizei (gemäss früheren Angaben) in absehbarer Zeit einen neuen Wasserwerfer für Ordnungsdiensteinsätze beschaffen. Auch hier soll der Einsatz eines Grundfahrzeuges mit Alternativantrieb geprüft werden.

Die gleichen Überlegungen sollten gemäss Patrick Hauser auch in allen anderen Bereichen, wo der Kanton Luzern Fahrzeuge einsetzt, angestellt werden. Damit könnte der Kanton Luzern einen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses durch die eigene Fahrzeugflotte leisten, ohne dass dafür zusätzlicher Aufwand entsteht.

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