Luzerner Detaillisten beklagen Umsatzrückgang wegen Maskenpflicht
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Für kleine Läden hat die Maskenpflicht Auswirkungen auf den Umsatz. (Bild: ida)

Nach 12 Tagen Luzerner Detaillisten beklagen Umsatzrückgang wegen Maskenpflicht

2 min Lesezeit 29.10.2020, 09:33 Uhr

Seit knapp zwei Wochen gilt in Luzerner Läden: Maske auf! Der Detaillistenverband warnte vergeblich vor den negativen Folgen. Nun zeigt sich: Ganz unrecht hatte er nicht.

Während andere Kantone seit Wochen eine Maskenpflicht in Läden haben, reagierte die Luzerner Regierung vergleichsweise spät. Doch seit dem 17. Oktober müssen auch die Luzerner eine Maske aufsetzen, wenn sie ein Geschäft betreten. Dies, obwohl der Detaillistenverband Luzern (DVL) bereits kurz nach dem Entscheid davor warnte, dass gerade das Kleingewerbe unter der Massnahme leiden werde (zentralplus berichtete). DVL-Präsident Rolf Bossart hatte darauf gehofft, dass die Luzerner Regierung eine differenzierte Maskenpflicht ins Auge fasse – also nicht für alle Läden die gleichen Regeln gelten. So hätte man etwa bei kleinen Läden darauf verzichten können, wenn der Abstand eingehalten wurde. Doch davon wollte die Regierung nichts wissen.

Nun, knapp zwei Wochen später, zieht Bossart Bilanz: «Inhaber von Schuh- und Kleidergeschäften haben sich bereits am ersten Tag der Maskenpflicht beklagt, ihre Umsätze seien um bis zu 70 Prozent eingebrochen», sagt er zur «Luzerner Zeitung». Manche Leute hätten erklärt, dass sie nur noch einkaufen, wenn es wirklich notwendig sei.

Hoffnung ruht auf Weihnachten

Ein bisschen optimistischer tönt es bei der City Vereinigung Luzern. Sie hatte die Maskenpflicht begrüsst. Zwei Wochen später gibt man allerdings zu, dass die Frequenz um etwa 30 Prozent zurückgegangen sei. Und weniger Kunden heisst auch weniger Umsatz. «Wir stellen wie bei der ersten Welle eine leichte Zu-Hause-bleiben-Mentalität fest», sagt Lucas Zurkirchen, Leiter Politik bei der City Vereinigung, zur Zeitung. Immerhin hat der Bundesrat am Mittwoch keine Ladenschliessungen beschlossen. Einen zweiten Lockdown würden nicht alle überleben, sagt Zurkirchen. Nun hoffe man, dass wenigstens das Weihnachtsgeschäft einigermassen normal läuft.

Beim Verband «LU – Luzerner Unternehmen» weiss man nichts von einem Umsatzrückgang (zentralplus berichtete). Doch auch hier glaubt man nicht, dass es ohne Kurzarbeitsentschädigung geht. Die grösste Sorge gilt jedoch nach wie vor den Mieten für die Ladenflächen.

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