Luzerner CVP-Präsident begrüsst Fusion – doch gibt es die BDP bei uns noch?
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Hat eine schwere Aufgabe vor sich: Luzerner CVP-Präsident Christian Ineichen. (Bild: les)

Pläne zur Namensänderung der CVP Luzerner CVP-Präsident begrüsst Fusion – doch gibt es die BDP bei uns noch?

2 min Lesezeit 18.09.2020, 20:00 Uhr

Die CVP denkt über eine Namensänderung und eine Fusion mit der BDP nach. Die Idee polarisiert. Der Luzerner Parteipräsident Christian Ineichen macht sich für den Zusammenschluss stark – auch wenn die Luzerner BDP kaum noch existiert.

Der Schweizer CVP-Präsident Gerhard Pfister aus Zug warb am Donnerstag bei einer Delegiertenversammlung in Willisau für ein historisches Projekt: Die Präsidenten der Schweizer CVP und BDP wollen die Parteien zusammenschliessen und fortan als «Die Mitte» politisieren. Die Idee polarisiert. Während sich beispielsweise Vertreter in Zürich, Freiburg und Zug für eine Fusion aussprechen, stossen die Pläne im Wallis und Graubünden auf wenig Gegenliebe. Auch im Kanton Luzern hat sich ein CVP-Komitee gegründet, das gemäss einer Medienmitteilung «nichts vom Namen Die Mitte hält».

Eine andere Haltung hat aber der Präsident der CVP Luzern, Christian Ineichen. Gegenüber dem «Tagesanzeiger» sagte er: «Wir sollten das wagen. Was ist christlicher als der Aufruf an die Wähler, sich nicht den Extremen hinzugeben?» Eine konsolidierte Partei sei schlagkräftiger und würde auch jüngere und konfessionslose Wähler ansprechen, wird er weiter zitiert. «Sie alle werden heute durch das C abgeschreckt.»

Inexistente Verbündete?

Christian Ineichen unterstützt auch einen Zusammenschluss der CVP und der BDP. Wie viel Zugkraft die Luzerner BDP im CVP-Stammland Luzern aber noch hat, ist fraglich. Der ehemalige Kantonalpräsident der Luzerner BDP, Denis Kläfiger, trat per Februar 2020 von seinem Amt zurück – er will sich seiner Schauspielerkarriere widmen (zentralplus berichtete). Seither scheint sich bei der Partei wenig getan zu haben. Die letzte Medienmitteilung stammt gemäss Website vom 28. Januar. Unter «Köpfe» sind auch keine Personen mehr abgebildet, sondern ein Symbolbild mit Partei-Ballons.

Die Namensänderung zu «Die Mitte» soll vorerst auf nationaler Ebene stattfinden. Die kantonalen Parteien haben gemäss «Luzerner Zeitung» noch bis 2025 Zeit, diesem Weg zu folgen – oder an ihrem C festzuhalten.

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