Luzerner Boutique Gübelin entlässt 14 Mitarbeiter
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Die Boutique Gübelin befindet sich in einer schwierigen finanziellen Situation (Screenshot Google Maps)

Wegen ausbleibenden Touristen Luzerner Boutique Gübelin entlässt 14 Mitarbeiter

1 min Lesezeit 4 Kommentare 17.12.2020, 17:12 Uhr

Die Luzerner Traditionsboutique Gübelin muss infolge der schwierigen wirtschaftlichen Lage 14 Mitarbeiter entlassen.

Der Luzerner Schmuck- und Uhrenhändler Gübelin wurde schwer von der Corona-Krise getroffen, wie der «Blick» berichtet. Vor allem die ausbleibenden Touristen aus Asien und dem arabischen Raum machen dem Unternehmen zu schaffen.

Wegen den fehlenden Einnahmen muss die Luxusboutique einigen Angestellten, hauptsächlich Verkäuferinnen, kündigen. «Wir müssen uns leider von 14 Mitarbeitenden trennen», bestätigt Gübelin Sprecher Patrick Pfannkuche gegenüber Blick. Die Entscheidung sei nich einfach gewesen doch leider auch unvermeidlich, sagt Pfannkuche weiter.

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4 Kommentare
  1. Stadt Luzerner, 17.12.2020, 17:40 Uhr

    Es gibt einen sehr guten Grund, weshalb die Familie Gübelin über die Höhe des jährlichen Gewinnes der Gübelin AG eisern schweigt. Rechnet man das Ganze jedoch über den Steuerbetrag rückwärts, so erfährt man, dass es seit vielen Jahren alljährlich zweistellige Millionenbeträge sind. Nehmen wir nun an, eine Verkäuferin verursacht Lohnkosten von ca. 100’000.-, so würden diese 14 Mitarbeiterinnen ca. 1,6 Mio. «kosten», wenn sie 12 Monate nichts arbeiten und verkaufen würden. Die Corona-Krise dauert nun «erst» exakt 9 Monate, Kurzarbeit wurde bestimmt bewilligt und wenn möglich noch Unterstützungsbeiträge (am liebsten die sinnlosen a-fonds-perdu) beantragt. Alles in allem belaufen sich somit die Auslagen während der ganzen Corona-Pandemie für die 14 Mitarbeiter für Gübelin bisher auf irgend einen mittleren, sechsstelligen Betrag. Trotzdem lässt eine millionenschwere Gübelin AG 14 Menschen kurz vor Weihnachten fallen. Genau DAS ist der Grund, weshalb wir die Schwanenplatz-Grendel-Fraktion nicht weiter fördern sollten. Läufts nicht nach deren Gusto, dann interessiert ausschliesslich das eigene Bankkonto!

    1. Auch Luzerner, 17.12.2020, 19:24 Uhr

      Die Rechnung geht aber nur auf, wenn Gübelin ausschliesslich diese 14 Verkäuferinnen hat. Wenn Gübelin nun aber etwa 75 Verkäuferinnen hat, dann kommen knapp 10 Mio pro Jahr zusammen, exklusiv allen weiteren Betriebskosten die anfallen. Dem gegenüber stehen dann nicht 10% weniger Einnahmen, sondern etwa -80%. Dann sieht die Sachlage schon anders aus. Im weiteren hat Gübelin zuallererst Führungspersonen entlassen, über das schaut man auch gerne hinweg. Lieber den Schwanenplatz bashen und die grössten Arbeitgeber vernichten, dann ein Parkbänkli für Stadt-Luzerner wie dich aufstellen, die sich dann nie dahinsetzen. Der Pilatusplatz ist das beste Beispiel dafür…

    2. Kasimir Pfyffer, 18.12.2020, 08:40 Uhr

      Gejammer aus der falschen Ecke. Gübelin bezieht nach wie vor Kurzarbeitsentschädigung. Damit sind 80 Prozent der Lohnkosten abgedeckt. Die restlichen 20 Prozent und auch die Miete wird sich ein superreicher Familienkonzern nach 30 Jahren Traumrendite für ein Weilchen leisten können. Wie heisst es jeweils beim Kebabstand, bei der Beiz oder beim Coiffeur? «Wer nicht ein paar Monate aus eigener Kraft überlebt, ist nicht lebensfähig und soll nicht als Zombie-Firma durchgefüttert werden».

    3. CScherrer, 18.12.2020, 09:15 Uhr

      Es geht überhaupt nicht um darum den Schwanenplatz zu «bashen», wie es «Auch Luzerner» formuliert. Seine Argumentation kann ich folgen. Jedoch verstehe ich auch die Meinung von «Stadt Luzerner». Die Geschichte hat also zwei Seiten. Natürlich darf man das Vorgehen von Gübelin als verwerflich betrachten. Entlassungen sind jedoch nicht nur vor Weihnachten unschön. Sie sind für beide Seiten unschön. Man darf aber auch die Frage stellen, ob Gübelin seiner Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Angestellten nachgekommen ist. Die zu starke Konzentration auf asiatische und arabische Gäste war zwar nachvollziehbar, aber nicht nachhaltig. Auf der anderen Seite gehe ich davon aus, dass diese 14 Angestellten genau für diese beiden Kundengruppen angestellt worden sind. Schlussendlich ist es immer ein Risiko sich auf einen beschränkten Markt zu konzentrieren. Vielleicht war dies u.a. auch einer der Gründe bei der Entlassung von Kadermitarbeiter.
      Es geht also nicht darum, den Schwanenplatz zu «bashen». Vielmehr sollen sich auch die Unternehmen ihrer Verantwortung stellen. Jedoch nicht, indem sie den Weg des geringsten Widerstandes gehen und Mitarbeiter in Krisen entlassen. Dieses Anliegen ist sicherlich berechtigt.

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