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Luzerner Airbnb-Streit: Runder Tisch soll Lösungen bringen
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Im ehemaligen Hotel Schiff können Touristen Apartements mieten – auch auf Airbnb. (Bild: jal)

Vermittlung zwischen Hotels und Vermietern Luzerner Airbnb-Streit: Runder Tisch soll Lösungen bringen

2 min Lesezeit 01.12.2019, 15:42 Uhr

Luzern ist eine Touristenstadt. Das wird in gewissen Bereichen zum Problem. Etwa, wenn mit kurzzeitigen Wohnungsvermietungen klassische Angebote konkurriert werden und die Wohnungssuche für Einheimische erschwert wird.

Airbnb-Vermietern in Luzern wird vorgeworfen, sie würden gutes Geld auf Kosten der Allgemeinheit verdienen (zentralplus berichtete). Während zusätzliche Touristen in die Region gelockt würden, werde die Wohnungsknappheit für die Einheimischen angeheizt, so der Vorwurf.

Laut «SonntagsZeitung» wollen nun aber die professionellen Vermieter von Wohnungen die anhaltende Kritik reagieren. So hätten zwei von ihnen kürzlich den Verband gewerblicher Apartment-Anbieter gegründet, weitere Mitglieder sollen hinzukommen. Ziel sei es, «verbreitete Unwahrheiten», die kursieren, zu berichtigen, wird die Zeitung in der «Werbewoche» zitiert.

Einschränkungen gefordert – bis hin zum Verbot

Präsident Patrik Berisha, der mit seiner Firma in Luzern 40 Apartments vermietet, stört den Vorwurf der «Abzocke». «Schlichtweg Unsinn» sei etwa die Behauptung, dass Renditen von fast 9000 Franken pro Apartment und Monat erzielt würden, so Berisha. In Wahrheit spreche man von Renditen im Bereich 5 und 10 Prozent.

Drastische Massnahmen, etwa Verbot kurzzeitig vermieteter Wohnungen, gefährden Berischas Geschäftsmodell. Gemöss SonntagsZeitung trafen sich die Widersacher sowie Vertreter der Hotellerie nun am 11. November zum runden Tisch. Die Moderation hatte die Stadt Luzern inne. Prominent abwesend: Luzern Tourismus. Den Grund für die erstaunliche Absenz konnte die Zeitung nicht Erfahrung bringen.

Gleiche Auflagen für Hotels und Appartement-Vermieter

In Luzern gibt es rund 46’000 Wohnungen. Rund 300 davon, also rund 0,7 Prozent, werden auf städtischem Gebiet von kommerziellen Anbietern vermietet. Mit dem Vorschlag, dass der Anteil bei zwei Prozent gedeckelt würde, könnte auch Vermieter Berisha leben. Gleichzeitig fordert die Hotel-Branche, dass Apartment-Vermieter dieselben Auflagen erhalten wie die Hotels. Etwa im bereich der Sicherheit.

Die Ergebnisse dieses runden Tisches will die Stadt Luzern derzeit noch nicht kommunizieren. Ergebnisse werden voraussichtlich im Januar kommuniziert.

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