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Luzern will den Schnee räumen wie bisher
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Schnee in der Luzerner Bruchstrasse. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Kein Vorzug für Velo- und Fusswege Luzern will den Schnee räumen wie bisher

2 min Lesezeit 03.12.2019, 16:54 Uhr

Beim Winterdienst werden zuerst die Strassen vom Schnee befreit, erst dann die Fuss- und Velowege. Die Stadt will an dieser Praxis nichts ändern – aus guten Gründen.

SP-Politiker Mario Stübi forderte ein Umdenken beim Winterdienst: Die Mobilitätsstrategie der Stadt Luzern müsse auch bei der Schneeräumung gelten. Das heisst: Velo, Fuss und ÖV vor dem Autoverkehr.

Bislang werden nämlich zuerst die Strassen, beziehungsweise die Fahrspuren für die Autos, geräumt und gesalzen. Stübis Idee: Schneeräumung von aussen zur Strassenmitte – so dass die Fuss- und Velowege vor den Autospuren vom Schnee befreit werden (zentralplus berichtete). Zudem verlangte er mit seinem Vorstoss eine Reduktion des Streusalzes.

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Doch der Stadtrat lehnt die Forderungen ab – denn eine Rämung zur Strassenmitte wäre kontraproduktiv. Während des Tauvorgangs würde das Schmelzwasser von der Strassenmitte zum Rand zu den Schächten fliessen – und bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wieder einfrieren. «Zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden müsste der entstehenden Eisschicht mit einem erhöhten Streumitteleinsatz entgegengewirkt werden», schreibt der Stadtrat.

Aber auch aus verkehrstechnischer Sicht hält die Stadt an der Räumung an den Strassenrand fest, weil sonst ein Abbiegen über die Strassenmitte in eine Nebenstrasse temporär nicht mehr möglich wäre.

Sicherheit für alle

Beim Winterdienst haben stark frequentierte Verkehrswege oberste Priorität, das gelte sowohl für Fussgängerzonen, Velowege und Strassen. Es sei trotz enormem Einsatz der Mitarbeiter auch in Zukunft nicht ausgeschlossen, dass auf Fuss- und Velowegen kurzfristig Behinderungen durch Schnee auftreten können.

Der Aufwand für Pflugeinsätze nimmt allgemein ab, dafür brauch’s aufgrund der zunehmden Reifglätte mehr Einsätze mit Streusalz. Doch auch der Salz werde zurückhaltend und punktgenau eingesetzt.

Allgemein diene der Winterdienst primär der Sicherheit im Verkehr für alle Verkehrsteilnehmenden, so der Stadtrat.

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