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Luzern: Vorstand des Neubads tritt geschlossen zurück
  • Kultur
Das Neubad eröffnet eine italienische Sommerbeiz. (Bild: pze)

Präsident will den Geist des Neubads weitertragen Luzern: Vorstand des Neubads tritt geschlossen zurück

2 min Lesezeit 2 Kommentare 21.06.2017, 17:45 Uhr

Noch vor kurzem hatte man beim Neubad angekündigt, die Betriebsstrukturen zu prüfen. Nun tritt der gesamte Vorstand zurück und macht einem Interims-Team Platz. Kann man nicht hinter der zukünftigen Strategie stehen? Der zurücktretende Präsident dementiert und hat weitergehende Pläne.

«Die Pionierphase ist abgeschlossen», konstatiert Aurel Jörg. Der Präsident des Vereins Netzwerk Neubad und mit ihm der Vorstand tritt in corpore zurück. Es handle sich um einen ganz normalen Schritt. «Das Resultat der Prüfung ist eine neue Struktur, die einerseits den Anforderungen des stark gewachsenen Betriebes und andererseits den Ansprüchen an strategischer Kohärenz besser Rechnung trägt», lässt man in einer Medienmitteilung verlauten.

Sehr zeitintensive Aufgabe

Der zurücktretende Präsident geht mit gemischten Gefühlen, ist aber stolz auf das Erreichte. Das Neubad sei innerhalb kurzer Zeit von einer Pionieridee zu einem gut funktionierenden Kulturbetrieb gewachsen. «Deshalb sind wir gemeinsam mit dem Betriebsteam zum Entschluss gekommen, die operative Ebene ‹Betrieb› und die strategische Thematik ‹Zwischennutzungen› stärker zu trennen.»

Jörg: «Alles unter einen Hut zu bringen, ist eine sehr zeitintenisve Aufgaben für ein Ehrenamt.» Seit im September 2013 das erste Bier über den Tresen lief, hat sich enorm viel getan. Im Neubad arbeiten inzwischen 23 Festangestellte, der Jahresumsatz beträgt zwei Millionen Franken.

Interims-Vorstand bis April 2018

Dass der Gesamtrücktritt gemacht werden kann, sei auch dem grossen Erfolg des Neubads, den implementierten, soliden Betriebsstrukturen und der neue Ausgangslage in Bezug auf die Überbauung des EWL-Areals zu verdanken (zentralplus berichtete).

Bis zur Generalversammlung im April 2018 wird der Interims-Vorstand aus den Reihen des Betriebsteams bestellt. Ein Beirat würde sicherstellen, dass das Betriebskonzept, die Nutzungsvereinbarung und die Zielsetzungen des Leitbildes eingehalten werden.

Mit Michelle Grob, bisher mit der Personaladministration und den Finanzen der Zwischennutzung betraut, werde ausserdem die Stelle Co-Betriebsleitung intern besetzt. Zusammen mit Dominic Chenaux werde sie den Betrieb des Neubads verantworten.

Aurel Jörg will Zwischennutzungen weiter fördern

Jörg zieht sich aus dem direkten Engagement im Neubad zurück, hat aber keineswegs vor, zu ruhen. Er hat die Vision, sich mit der Thematik Zwischennutzung in der Zentralschweiz umfassender und losgelöst vom Neubad zu befassen: «Ich bin derzeit mit interessierten Personen im Gespräch. Eine Möglichkeit ist etwa die Gründung eines neuen Vereins oder einer IG.»

Das könne durchaus mit politischer Mitwirkung verbunden sein, etwa um die Rahmenbedingungen für weitere Zwischennutzungen zu verbessern. Auch der Austausch mit der Stadt Luzern sei eine wichtige Frage. Jörg: «Mir geht es darum, den Geist des Neubad weitertragen, damit dieses Wissen und die gesammelte Kompetenz nicht verloren gehen.» Auch nach dem unvermeidlichen, aber doch noch fernen Ende des Neubads.

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2 Kommentare
  1. Peter Bitterli, 21.06.2017, 21:14 Uhr

    Trotz diverser Versuche mit verschiedensten Varianten ist der Autor des Artikels nicht ein einziges mal in der Lage, den Namen des Interviewten richtig wiederzugeben. Dieser heisst nämlich Aurel (Vorname) Jörg (Name). Nicht „Jörg Aurel“, nicht „Aurel Jürg“und auch nicht „Jürg“ oder „Jörg“.

    1. Gian Waldvogel, 22.06.2017, 12:41 Uhr

      Guten Tag Herr Bitterli, vielen Dank für den Hinweis. Tatsächlich ist mir ein Fehler unterlaufen, den ich anschliessend korrigiert habe.

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.