Luzern Tourismus weibelt in der Westschweiz für zusätzliche Gäste
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Luzern Tourismus will die nationale Kampagne für die Region ummünzen. (Bild: zvg)

Region soll von nationaler Kampagne profitieren Luzern Tourismus weibelt in der Westschweiz für zusätzliche Gäste

3 min Lesezeit 1 Kommentar 05.06.2020, 18:30 Uhr

Schweiz Tourismus hat am Freitag seine nationale Kampagne vorgestellt, die auf einheimische Gäste zugeschnitten ist. Luzern soll davon profitieren – auch dank den Romands.

Nicht nur die Schweizerinnen und Schweizer brauchen Erholung im Sommer, sondern auch die Schweizer Tourismusbranche. Die Marketingorganisation Schweiz Tourismus befürchtet für die Monate März bis Juni einen Umsatzverlust von 8,7 Milliarden Franken in der Branche.

Der Bundesrat hat auch dem Tourismus Geld in Aussicht gestellt: Die 20 Millionen Franken werden zu 38 Prozent in die Schweiz investiert. 34 Prozent gehen in die Bearbeitung der europäischen Märkte, 20 Prozent in die Werbung für die Märkte in Übersee.

Mit der am Freitag vorgestellten Kampagne «Ich brauch Schweiz» von Schweiz Tourimus sollen nun zunächst vor allem einheimische Gäste dazu gebracht werden, den gebeutelten Tourismusregionen einen erträglichen Sommer zu bescheren. Zum Bespiel mit Plakaten, auf denen «Mister Corona» Daniel Koch für «bebadbare Flüsse» wirbt.

Luzern fühlt sich für «Strandferien» bereit

Davon profitieren soll auch Luzern Tourismus, wo man sich laut Mediensprecherin Sibylle Gerardi über die Kampagne freut. «Auch unsere Region wird auf den Plakaten mit Logo präsent sein und sich mit Beiträgen in Beilagen der NZZ und der Westschweizer Zeitung ‹Le Temps› beteiligen.» Auch soll künftig das Reisegepäck gratis aufgegeben und zur Zieldestination transportiert werden.

«Bereits jetzt stellen wir fest, dass sich in Luzern vermehrt Gäste aus der Westschweiz aufhalten, was uns sehr freut.»

Sibylle Gerardi, Schweiz Tourismus

Schweiz Tourismus will den Schweizerinnen und Schweizern «Strandferien zuhause» schmackhaft machen. Sibylle Gerardi ist überzeugt, dass auch «unsere Region sehr viel Badeferienstimmung zu bieten hat: mit der Seenlandschaft, den Flüssen und Bergseen und Kneippanlagen». Alleine in Luzern gäbe es mit dem Seebad, der Ufschötti und dem Lido viele Möglichkeiten.

Weitere Bademöglichkeiten rund um den Vierwaldstättersee, wie die Badeinseln Lorelei im Reussdelta oder unterschiedliche Wassersportmöglichkeiten wie Wakeboarden oder Stand-up-Paddeln würden ebenfalls zum Ferienfeeling beitragen.

Romands sollen in der Stadt Luzern übernachten

Besonders in den Städten ist im Sommer Kreativität beim Anwerben neuer Zielgruppen gefragt: Besonders angesprochen werden sollen etwa Gäste aus der Westschweiz. «Wir werden Angebote bereithalten, die speziell auch Gäste aus der Romandie ansprechen, die unsere Region meist noch nicht sehr gut kennen», sagt Gerardi. Und weiter: «Bereits jetzt stellen wir fest, dass sich in Luzern vermehrt Gäste aus der Westschweiz aufhalten, was uns sehr freut.»

Gerardi hofft mit eigens dafür kreierten Angeboten, dass nicht nur Tagesgäste kommen werden, sondern dass «diese auch etwas länger bleiben, um die grosse Vielfalt unserer Region zu entdecken».

Luzern Tourismus will bald Angebote lancieren

Wie gut das gelingt, wird auch wichtig für die arg gebeutelte Hotellerie der Stadt Luzern sein. Ziel sei es, in der jetzigen Situation eine möglichst gute Auslastung zu erzielen und grundsätzlich das Vertrauen der Gäste ins Reisen zurückzugewinnen.

Dazu werden Mitte Juni Angebote mit Hotelübernachtungen und dem Tell-Pass, ein Generalabonnement für die Zentralschweiz, vorgestellt. «Die Hotels werden zu diesen Packages unterschiedliche Zusatzleistungen beisteuern», so Gerardi. Auf diese Weise sollen die Gäste animiert werden, ab Luzern die Tourismusregion Luzern-Vierwaldstättersee mit Bahn, Bus, Schiff und den Bergbahnen zu entdecken.

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1 Kommentare
  1. Mario, 06.06.2020, 13:13 Uhr

    Auf dass der weltgewandte Luzerner dann hoffentlich auch ein nettes „Bonschur et bienvenue à Luzern“ über die Lippen bringt ..

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