Luzern sieht von Empfehlung für FFP2-Masken ab – vorerst
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Echte Schutzmasken können den Träger und die Umwelt schützen (Bild: Adobe Stock)

Regierung prüft Einsatz laufend Luzern sieht von Empfehlung für FFP2-Masken ab – vorerst

2 min Lesezeit 3 Kommentare 26.01.2021, 17:23 Uhr

Besonders schick sehen sie nicht aus, doch sie schützen: Immer öfters sind auch in der Zentralschweiz sogenannte FFP2-Masken zu sehen. Der Regierungsrat will laufend prüfen, wo ihr Einsatz Sinn ergibt.

Welche Maske schützt wirklich? Eine Frage, die während der aktuellen Coronapandemie immer wieder zu reden gibt. In den letzten Wochen war in der Schweiz vermehrt von den sogenannten FFP2-Masken die Rede, die in anderen Ländern bereits obligatorisch sind. Im Unterschied zu normalen hygienischen Masken schützen sie besonders den Träger besser vor einer Ansteckung.

Deshalb wären sie eine einfache Massnahme, um die Ansteckung von gefährdeten Personen und somit die Zahl der Hospitalisationen deutlich zu reduzieren. Dieser Überzeugung ist der Luzerner SVP-Kantonsrat Bernhard Steiner, der als Kinderarzt mit gesundheitlichen Fragen vertraut ist. Seiner Einschätzung nach ist in der Schweiz das Wissen über den besseren Schutz dieser Masken aber selbst bei Risikopatienten sehr beschränkt.

Kantonale Alleingänge verhindern

In einem Postulat brachte er darum den Einsatz von FFP2-Masken aufs politische Tapet. Der Vorstoss wurde am Dienstag im Kantonsrat diskussionslos überwiesen. Die Regierung im Kanton Luzern will nun laufend prüfen, wo und wem das Tragen von FFP2-Masken empfohlen werden sollte.

Vorerst sieht die Luzerner Regierung aber davon ab, eine Empfehlung auszusprechen. Auch um einen Alleingang eines einzelnen Kantons zu verhindern. Denn das Bundesamt für Gesundheit empfehle aktuell den Einsatz von FFP2-Masken ausdrücklich nicht für die Bevölkerung. «Korrekt getragene Hygienemasken, kombiniert mit dem Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln und guter Händehygiene, reichen grundsätzlich weiterhin aus, auch gegen die Mutationen», hält die Luzerner Regierung fest. «Das Verhalten ist also weiterhin viel stärker in der Schutzwirkung zu gewichten als ein Maskenmodell.»

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3 Kommentare
  1. Hannes Estermann, 27.01.2021, 13:36 Uhr

    Wohne direkt an der deutsche Grenze,habe seit Jahrz.beruflich & privat Komtakt zu unseren Nachbarn.Dort gibt es seit kurzem die amtlich geprüften FFP2 Masken ( ab 5.Euro pro Stück!). Bei Einkäufen,Arzt-,Spital- Altersheimbesuch etc.sind dieser Typ strengste Pflicht.
    Bei nicht einhalten werden rigoros Bussen,ab 100 Euro steigend verteilt.Leider fehlt dieses rigorose Vorgehen bei uns in der Schweiz! Warum auch? Wir wissen sowie so alles besser.
    Einzig in einem bin ich mir fast zu 100 % sicher,die gezeigte Maske ist höchst wahrscheinlich nicht FFP2 tauglich.

  2. Paul Bründler, 27.01.2021, 09:07 Uhr

    >«Korrekt getragene Hygienemasken, kombiniert mit dem Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln und guter Händehygiene, reichen grundsätzlich weiterhin aus, auch gegen die Mutationen», hält die Luzerner Regierung fest. «Das Verhalten ist also weiterhin viel stärker in der Schutzwirkung zu gewichten als ein Maskenmodell.»

    Oder anders gesagt: „Hygiene- und Abstandsregeln und gute Handhygiene reichen aus.“
    Richtig erkannt, aber nicht konsequent genug ausgedrückt.
    Die Wirkung der Masken gegen Corona ist im Alltagsgebrauch nicht nachweisbar, deshalb ist das Modell auch egal.

  3. Maria Wüest, 27.01.2021, 08:51 Uhr

    Die abgebildete Maske mit Ventil ist brei einer Pandemie unbrauchbar. Schützt nur die Träger, jedoch nicht das Umfeld!

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