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Luzern: «Schweizerhof» bald ohne farbige Fenster?
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Die Fenster des Anstosses: das farbige Hotel Schweizerhof. (Bild: Elge Kenneweg )

Hotel im Clinch mit der Stadt Luzern Luzern: «Schweizerhof» bald ohne farbige Fenster?

2 min Lesezeit 08.07.2016, 14:21 Uhr

Verstösst die farbige Beleuchtung des Hotel Schweizerhof gegen das städtische Beleuchtungsreglement oder nicht? Darüber streiten sich Hotel und Stadt seit einiger Zeit. Nun hat die Stadt das Baugesuch abgelehnt. Gibt das Hotel jetzt klein bei?

Das Hotel Schweizerhof und die Stadt Luzern liegen sich wegen der Beleuchtung des Hotels seit gut einem Jahr in den Haaren. Das Problem: Die farbigen Fenster der Hotelzimmer verstossen gegen das städtische Beleuchtungsreglement.

Baugesuch abgelehnt

Das zumindest findet die Stadt Luzern. «Die Beleuchtung hat Aussenwirkung auf das Ortsbild und das denkmalgeschützte Gebäude», sagte Markus Hofmann, Leiter Ressort Baugesuche, im März zu zentralplus. Das Hotel stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dass die Aussenfassade nicht beleuchtet sei und die Beleuchtung nicht unter das städtische Reglement falle. Mitbesitzer Patrick Hauser: «Das Licht kommt vom Innern der Räume, und es kann die Leute auch nicht blenden.»

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Doch die Stadt hat vom Hotel eine nachträgliche Baubewilligung für die Beleuchtung eingefordert (zentralplus berichtete). Das Gesuch um die Bewilligung hat die Stadt am Donnerstag nun erwartungsgemäss abgelehnt. Das teilt die Besitzerfamilie des Schweizerhofs, die Familie Hauser, mit. «Wir sind über diesen Entscheid enttäuscht», sagt Mitbesitzer Patrick Hauser.

Abmontieren oder klagen?

Nun haben Hausers zwei Optionen: Entweder sie akzeptieren den Entscheid der Stadt und montieren ihre farbige Beleuchtung wieder ab. Oder sie fechten den Entscheid vor Kantonsgericht an. Dieses müsste dann entscheiden, ob die farbigen Fenster widerrechtlich sind oder nicht.

Und was machen die Besitzer? Sie wollen sich noch nicht in die Karten blicken lassen. Patrick Hauser: «Wir haben nun zwei Wochen Zeit, um uns das zu überlegen.» Bis in zwei Wochen müssen Hausers nämlich entscheiden, ob sie von der Stadt einen begründeten Entscheid anfordern wollen. Diesen könnten sie dann gerichtlich anfrechten.

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