Mehr Steuersenkungen als -erhöhungen Luzern: Neuer Trend bei Steuerfüssen

2 min Lesezeit 05.09.2016, 08:47 Uhr

In 15 Gemeinden zahlen die Einwohner seit diesem Jahr weniger Steuern. Damit haben seit 2010 erstmals wieder mehr Gemeinden den Steuerfuss gesenkt als erhöht. Die Steuerkraft steigt insgesamt an.

2016 senken erstmals seit 2010 wieder mehr Luzerner Gemeinden ihren Steuerfuss als ihn erhöhen. Das zeigt eine Auswertung von Statistik Luzern (Lustat). Insgesamt haben die Einwohner in 15 Gemeinden nach der Steuerrechnung mehr im Portemonnaie. Dabei handelt es sich mehrheitlich um mittelgrosse Landgemeinden, die im Vorjahr alle einen überdurchschnittlich hohen Steuerfuss hatten. Demgegenüber haben nur zwei Gemeinden ihre Steueranlage erhöht.

In den Städten und in den vergleichsweise steuergünstigen Gemeinden am Vierwaldstätter- und am Sempachersee bleiben die Ansätze unverändert. Damit kommt es zu einer leichten Annäherung der Steuerfüsse innerhalb des Kantons: Indem Gemeinden mit überdurchschnittlicher Steuerbelastung die Steuerfüsse senken, verringern sich die Unterschiede.

Die Extreme der Luzerner Steuerlandschaft bleiben jedoch unverändert: Meggen hat mit 0,9775 Einheiten den tiefsten Ansatz. Das Maximum beträgt weiterhin 2,6 Einheiten. Entsprechend teilt Lustat mit, dass die regionalen Unterschiede bei den Steuerfüssen und der Steuerkraft weiterhin stark ausgeprägt seien.

1550 Franken pro Kopf

Die Erträge der ordentlichen Gemeindesteuern sind 2015 kantonsweit um fünf Prozent angestiegen und beliefen sich auf 1,16 Milliarden Franken. Es handelt sich um den dritten kräftigen Zuwachs in Folge, während zuvor zwischen 2008 und 2012 die Erträge mehrheitlich zurückgegangen waren.

Die Steuerkraft pro Kopf stieg 2015 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent und lag bei 1550 Franken. Dies ist die deutlichste Zunahme der Steuerkraft seit 2007.

Neben den ordentlichen Gemeindesteuern existieren auch verschiedene Sondersteuern. 2015 trat die Abschaffung der Liegenschaftssteuer in Kraft. Die Erträge der Gemeinden aus Sondersteuern verringerten sich um 21 auf 105 Millionen Franken

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