Luzern ist «das Fischerparadies in den Alpen»
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Die Luzerner Seebucht ist bei Fischern aus aller Welt beliebt. (Bild: Emanuel Ammon/Aura)

Stadt gilt international als Geheimtipp Luzern ist «das Fischerparadies in den Alpen»

3 min Lesezeit 1 Kommentar 28.02.2021, 12:00 Uhr

Luzern ist gemäss dem Online-Portal Fishing Booker eine der zehn besten Destinationen für einen Angelausflug in den Alpen. Nebst dem Landschaftspanorama und der Diversität der Fische, die hier befischt werden, liegt das auch an einer gesetzlichen Besonderheit.

Luzern ist nicht nur bei Influencern und Fans von Holzbrücken ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch bei Fischerinnen. Ein Blogbeitrag der Fischereiplattform Fishing Booker listet Luzern als eine der zehn besten Destinationen zum Fischen in den Alpen auf.

Hauptgrund für die Beliebtheit Luzerns als Fischerdestination ist sicherlich das wunderschöne Berg- und Stadtpanorama, das beim Fischen vom Ufer aus bestaunt werden kann. Dies bestätigt Marco Häfliger, der ein Fischereigeschäft in Emmen besitzt und selber auch langjähriger Fischer auf dem Vierwaldstättersee ist.

Für das Hobbyfischen in Luzern spricht zudem eine aussergewöhnliche gesetzliche Bestimmung: Auf dem Vierwaldstättersee kann nämlich von allen öffentlich zugänglichen Ufern, Brücken und Stegen geangelt werden – auch ohne Patent. Auf den meisten anderen Schweizer Gewässern hingegen ist ein solches Pflicht.

Verschiedenste Fische und eine Besonderheit

Der Vierwaldstättersee zeichnet sich durch seine grosse Fischdiversität aus. Von Forellen über Egli bis zu Karpfen und Rotaugen gibt es in Luzern verschiedenste Arten. Auf passionierte Sportfischer hat aber nicht zuletzt das Albeli eine besondere Anziehung. Schliesslich kommt diese Art nur im Vierwaldstättersee vor – und kann somit nur hier gefangen werden.

Es gibt besonders viele Fischarten im Vierwaldstättersee.

Ein Albeli am Haken zu haben, dürfte daher für viele Anglerinnen eine besonders reizvolle Vorstellung sein. Auch die Hechtpopulation im Vierwaldstättersee sei aussergewöhnlich, sagt Marco Häfliger. Regelmässig würden Hechte aus dem See gezogen, die mehr als einen Meter lang seien. Das sei schon sehr besonders, betont Häfliger.

Fischen boomt in Pandemiezeiten

Was macht überhaupt den Reiz des Fischens aus? «Die Pandemie macht das Reisen in weite Fernen noch immer schwer und gleichzeitig fällt vielen zuhause die Decke auf den Kopf», wird dazu Karin Mayer von Fishing Bookers in einer Mitteilung zitiert. «Ein Angelausflug in die direkte Umgebung ist eine tolle Idee, um aus dem Haus zu kommen und trotzdem Abstand zu den Mitmenschen zu bewahren.»

Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Skitouren boomen derzeit regelrecht. Das gilt auch fürs Fischen: Marco Häfliger stellt in seinem Fischereigeschäft in den letzten Monaten eine deutlich höhere Nachfrage nach Fischereibedarf fest. 

Das sind die Fisch-Hotspots in Luzern

Rund um die Luzerner Bucht gibt es viele Stellen, an denen die Chance auf einen tollen Fang besteht (zentralplus berichtete). Unter anderem sind die Uferstellen beim Richard-Wagner-Museum und der Horwer Bucht erfolgversprechende Orte. Ein weiterer Hotspot ist – etwas überraschend vielleicht – am Quai in der Nähe des Schwanenplatzes. Dies weil Touristen dort gerne mit Brot die Enten füttern – und auch die Fische kommen, um dieses zu fressen.

Diese Punkte müssen beachtet werden

Bevor nun aber die Luzerner Fachgeschäfte leergeräumt werden, gilt es einige wichtige Punkte zum Hobbyfischen zu beachten:

Ohne Patent darf nur von öffentlich zugänglichen Ufern, Brücken und Stegen aus gefischt werden – nicht aber von einem Boot aus. Eingesetzt werden dürfen nur natürliche Köder, also etwa Würmer, aber keine  lebendigen oder toten Köderfische. 

Zudem gibt es für gewisse Fischarten eine Schonzeit. So ist es etwa verboten, zwischen 1. Oktober und 25. Dezember Forellen oder Seesaibling zu fischen. Für konkrete Angaben zu den Schonzeiten und Mindestmassen der gefangenen Fische konsultierst du am besten zuerst die Informationen des Amts für Landwirtschaft und Wald (Lawa). 

Zu guter Letzt fügt Marco Häfliger an, sei der Vierwaldstättersee aufgrund des klaren Wassers vergleichsweise schwierig zu befischen. Mit etwas Glück, Geschick und viel Geduld bestehe die Chance auf einen tollen Fang aber allemal. Allerdings ist es nach dem erwähnten Ranking von Fishing Booker gut möglich, dass es an den besten Fischstellen am Seeufer bald etwas enger werden könnte.

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1 Kommentare
  1. paul karpfe, 28.02.2021, 19:16 Uhr

    na klar. fische seit über 20 jahren in luzern. hot spot … genau, wers glaubt…. es hat leider viel mehr fischer gegeben und weniger fische …. und was für fischer zum teil

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