Luzern erhält mit dem «En Bas» einen neuen Concept Store
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Der Concept Store «En Bas» öffnete letzten Samstag seine Türen. (Bild: Livio Burtscher)

Möbel, Topfpflanzen und Kurkuma-Shots Luzern erhält mit dem «En Bas» einen neuen Concept Store

3 min Lesezeit 20.11.2020, 19:59 Uhr

Es ist ein eigentümliches Konzept. Im «En Bas» werden neben Secondhand-Möbeln auch Trockenpflanzen und Ingwer-Kurkuma-Shots verkauft. zentralplus hat mit den drei Betreibern über ihren Laden gesprochen.

«Wir hatten zu dritt schon lange den Gedanken oder den Wunsch etwas auf die Beine zu stellen», sagt Zoë-Anne Furler. Gemeinsam mit ihrer Schwester Julia Müller und deren Freund Mav Bun – besser bekannt als Komiker Johnny Burn – eröffnete sie vergangenes Wochenende den Concept Store «En Bas» an der Moosstrasse 8.

Julia Müller hat bereits seit sieben Jahren ein Atelier oberhalb der Ladenfläche, wo bis Mitte September der Sportladen Goofy & Regular ansässig war. «Deshalb erfuhren wir als Erstes davon, als Goofy & Regular auszog.» Bereits drei Stunden später hatten sie sich für die Räumlichkeiten beworben – noch ganz ohne Konzept. Sie wollten erst sehen und darüber nachdenken, was ihnen diese Räumlichkeiten ermöglichen würden.

Umbau selbst gemacht

Furler, Müller und Bun erhielten ein Abbruchvertrag. «Früher oder später wird dieses Gebäude abgerissen», so Müller. Für mindestens zwei Jahre können sie im Gebäude bleiben. Diese Vertragsform bringt zweierlei mit sich: Zum einen lohnt es sich finanziell nicht, viel in den Umbau zu investieren und zum anderen können viele Veränderungen am Gebäude vorgenommen werden.

«Logisch sind die Möbel im Zentrum, doch wir wollten auch einen Raum schaffen, der sehr breit genutzt werden kann.»

Julia Müller, Betreiberin des «En Bas»

Während sechs Wochen haben sie die Räumlichkeiten selbst umgebaut. Bis tief in die Nacht haben Furler, Müller und Bun gemeinsam mit Freunden an ihrem Traum gearbeitet. «Unser Ziel, einen Treffpunkt zu schaffen, wurde schon jetzt erreicht», sagt Müller mit einem Lächeln.

Mehr als nur Möbel

Und dann stand auch die Idee fest: «Wir wollten gebrauchten Möbelstücken ein zweites Leben schenken – damit diese schönen Stücke erhalten bleiben. Auch aus einem Nachhaltigkeitsgedanken heraus», erzählt Müller. Doch sie wollten ihren Kunden noch mehr bieten. So wurden auch Topfpflanzen und selbst hergestellte Trockenblumen ins Sortiment aufgenommen. «Es werden im Laufe der Zeit noch weitere Produkte ins Sortiment aufgenommen. Es lohne sich also, laufend vorbeizuschauen, um sich selbst zu überraschen», fügt Mav Bun an.

Und auch Saft verkaufen die drei. «Während der ersten Coronawelle haben wir angefangen, selber Säfte zu machen, insbesondere einen Ingwer-Kurkuma-Saft. Dieser wirkt extrem gut für die Stärkung des Immunsystems», sagt Müller.

«En Bas» als Treffpunkt

«Logisch sind die Möbel im Zentrum, doch wir wollten auch einen Raum schaffen, der sehr breit genutzt werden kann», erklärt Müller weiter. Es geht nicht nur darum, etwas zu verkaufen, sondern auch einen Treffpunkt zu schaffen – einen Ort des Austauschs.

Auf der einen Seite gibt es eine klar definierte Ladenfläche, auf der anderen Seite des Raumes eine Fläche für andere Nutzungen. «Es handelt sich um einen Raum, der auch anders genutzt werden darf. Yoga-Lektionen, Geschäftsessen oder Kunstinstallationen können dort durchgeführt werden», sagt Furler.

Erste Vernissage im Kleinformat

Bereits am kommenden Samstag wird im «En Bas» die erste Vernissage stattfinden. Aus bekannten Gründen muss diese jedoch eher im kleinen Rahmen durchgeführt werden. Die Werke der Luzerner Fotografin Raffaella Bachmann sollen für etwa einen Monat ausgestellt werden.

Der Concept Store «En Bas» ist seit letztem Samstag jeden Donnerstag, Freitag und Samstag geöffnet. Bald werden die Öffnungszeiten auch auf Mittwoch ausgedehnt.

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