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Luzern betreut Flüchtlinge zukünftig in Eigenregie

2 min Lesezeit 22.01.2016, 13:40 Uhr

Ab kommendem Jahr erbringt der Kanton Luzern die Flüchtlingsbetreuung in Eigenregie. Seit diesem Monat wird bereits die Aufgabe der Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden durch den Kanton selber erbracht. Mit dem Zusammenschluss der beiden Aufgaben werden Schnittstellen abgebaut und der Mitteleinsatz im Asyl- und Flüchtlingsbereich weiter optimiert.

Der Leistungsauftrag für die Flüchtlingsbetreuung mit der Caritas Luzern endet am 31. Dezember 2016. Auf einen weiterführenden Vertrag konnten sich der Kanton Luzern und die Caritas Luzern nicht einigen. Die Luzerner Regierung hat nun entschieden, auf eine öffentliche Ausschreibung zu verzichten und ab 2017 die Flüchtlingsbetreuung (Sozialdienst Flüchtlinge) in Eigenregie zu erbringen.
 
Damit will der Kanton Luzern die beiden Bereiche Asyl- und Flüchtlingsbetreuung wieder zusammenführen. Bereits auf den 1. Januar 2016 wurde die Aufgabe der Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden von der Caritas Luzern in die kantonseigene Asylorganisation überführt. Mit der Integration der Flüchtlingsbetreuung sollen weitere Schnittstellen abgebaut , Synergien noch optimaler genutzt und eine direkte politische und operative Steuerung des gesamten Asyl- und Flüchtlingsbereichs ermöglicht werden.

Umsetzung «Asylstrategie 2016plus»

Die Integration der Flüchtlingsbetreuung in die kantonseigene Organisation erfolge im Rahmen des Projektes «Asylstrategie 2016plus». Wegen der hohen Schutzanerkennungsquote von rund 60 Prozent sei die Zahl der vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlinge in den letzten beiden Jahren um rund 900 Personen angestiegen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Asylbereich sei in den nächsten Jahren mit einer weiteren Zunahme dieser Personengruppen zu rechnen.

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Es sei für den Kanton Luzern eine besonders grosse Herausforderung, längerfristig genügend Unterkunftsplätze in Asylzentren und privaten Wohnungen bereit zu stellen sowie die berufliche und gesellschaftliche Integration der Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen zu gewährleisten. Weitere Schwerpunkte der «Asylstrategie 2016plus» seien deshalb strategische und konzeptionelle Überlegungen zu Unterbringung und Integration.
 

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