Luzern bekommt 128 statt 64 Millionen Franken von der Nationalbank
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Die Nationalbank schüttet mehr Geld aus als budgetiert. (Bild: zvg)

Willkommener Zustupf Luzern bekommt 128 statt 64 Millionen Franken von der Nationalbank

2 min Lesezeit 08.01.2021, 09:50 Uhr

Die Schweizerische Nationalbank gibt Luzern statt der geplanten 64 ganze 128 Millionen Franken in die Kantonskasse. Dabei handelt es sich um einen Zustupf, den Luzern zurzeit gut brauchen kann.

Der Kanton Luzern erhält mehr Geld von der Schweizerischen Nationalbank als geplant. Konkret: Statt der budgetierten 64 Millionen werden Luzern ganze 128 Millionen Franken gesprochen. Dies wurde in einer Zusatzvereinbarung so geregelt, die für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 galt.

Gelder für Unvorhersebares

Gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt kommt ein solcher Zustupf dem Kanton zugute. Doch es ist gleichzeitig auch zusätzliche Vorsicht geboten: «Gerade weil der Kanton sich in diesen schwierigen Zeiten stärker engagieren muss, müssen wir jetzt erst recht sorgsam mit unseren Mitteln umgehen», wird der Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss in einer Mitteilung zitiert. So habe es sich besonders 2020 als sinnvoll erwiesen, die Gelder in den vergangenen Jahren nicht bereits fix zu verplanen, sondern vielmehr für unvorhersehbare Belastungen aufzubewahren.

Die Ertragsüberschüsse von positiv ausgefallenen Jahren, wie es beispielsweise 2018 und 2019 waren, ermöglichen es nun, die überhöhten Aufwände im vergangenen Jahr etwas ausgleichen zu können. Dazu sagt Wyss weiter: «Das Geld der SNB ist dabei ein willkommener Zuschuss, um diesen finanziellen Herausforderungen zu begegnen.»

Investitionen zum Wohl der Wirtschaft und Bürgerinnen

Was klar ist: Wyss möchte bei den Ausgaben trotz des grossen Zustupfs restriktiv bleiben und nicht vom finanzpolitischen Kurs des Kantons abweichen. Dennoch gilt auch, nicht auf die nötigen Investitionen zu verzichten. Der Finanzdirektor erklärt: «Als Kanton wollen wir antizyklisch handeln und hier nicht extra auf die Sparbremse drücken. Wir wollen damit die Luzerner Wirtschaft unterstützen und sind bereit, auch in Krisenzeiten an den geplanten Investitionen festzuhalten. Das zum Wohl der Wirtschaft und letztlich zum Wohl aller Luzerner Einwohnerinnen und Einwohnern.»

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