Liwet will Kapitalerhöhung bei Swiss Steel verhindern
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Die Kapitalerhöhungen bei Swiss Steel sorgen für Diskussionen. (Bild: Robert Müller)

Sperre gegen Eintragung erwirkt Liwet will Kapitalerhöhung bei Swiss Steel verhindern

2 min Lesezeit 23.12.2020, 10:18 Uhr

An der Generalversammlung vom Dienstag haben die Aktionärinnen der Swiss Steel Holding AG einer erneuten Kapitalerhöhung zugestimmt. Die war jedoch schon zuvor umstritten. Die Liwet Holding AG hat nun beim Handelsregisteramt eine Sperre für die Eintragung der Erhöung erwirkt.

Das Corona-Jahr setzte auch der Swiss Steel Holding AG zu. Deshalb erhielt sie bereits Finanzspritzen in Form einer Kapitalerhöhung. An einer ausserordentlichen Generalversammlung beschloss der Verwaltungsrat, erneut Geld einzuschiessen. Gleich darauf verkündete Verwaltungsratspräsident Jens Alder, dass er seinen Posten abgibt (zentralplus berichtete).

Die Aktionäre haben nun am Dienstag an der Generalversammlung mit knapp 67 Prozent der Stimmen der Kapitalerhöhung von knapp 155 Millionen zugestimmt. Doch damit ist das Thema noch nicht beendet.

Swiss Steel wehrt sich «mit allen Mitteln» gegen Sperre

Die Liwet Holding AG hat nämlich nach der Versammlung beim Luzerner Handelsregisteramt eine Sperre für die Eintragung der Kapitalerhöhung erwirkt. Die Firma ist an den Swiss-Steel-Aktien beteiligt. Nun hat der Finanzdienstleister um Viktor Vekselberg zehn Tage Zeit, beim Gericht eine Massnahme zu beantragen und zu begründen.

Swiss Steel zeigt sich ob dieses Schrittes wenig begeistert. «Das Vorgehen der Liwet Holding AG entbehrt jeder Grundlage und widerspricht den Interessen der Swiss Steel Holding AG und ihrer weiteren Aktionäre und Mitarbeitenden. Swiss Steel Holding AG hält an der Kapitalerhöhung fest und wird sich mit allen Mitteln gegen das verantwortungslose Vorgehen der Liwet Holding AG und ihrer Vertreter zur Wehr setzen», heisst es in einer Mitteilung. Der Streit geht damit in die nächste Runde.

Gemäss der «Luzerner Zeitung» sind es die Kleinaktionäre, die mit dem Vorgehen unzufrieden sind. Sie wollen den Hauptaktionär dazu zwingen, ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten. Dagegen hatte sich der betroffene Martin Haefner bisher gewehrt.

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