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Live-Ticker zu den Wahlen in Luzern

Grünliberale gewinnen einen Sitz, FDP und SVP verlieren

Roland Fischer (Mitte) freut sich mit seiner Partnerin Michèle Graber über sein Comeback. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Die Luzernerinnen und Luzerner haben diesen Sonntag ihre Vertretung in Bundesbern gewählt. Während FDP-Ständerat Damian Müller jubeln kann, muss Franz Grüter eine Enttäuschung einstecken. Im Nationalrat müssen FDP und SVP Federn lassen. Die Grünliberalen gewinnen hingegen einen Sitz. zentralplus berichtet live aus dem Regierungsgebäude.

Der Wahlsonntag versprach im Kanton Luzern Spannung – und dieses Versprechen wurde eingehalten. Bereits von Anfang an war klar, dass eine Partei einen Sitz verlieren würde, denn aufgrund des Bevölkerungswachstums schickt Luzern in den nächsten vier Jahren nur noch neun Vertreter in den Nationalrat.

Kurz vor 18 Uhr war klar, dass es nicht nur eine Partei treffen würde: Sowohl SVP als auch FDP verlieren je einen Sitz. Abgewählt wurden Peter Schilliger (FDP, Udligenswil) und Felix Müri (SVP, Emmen).

Freude dafür bei den Grünliberalen: Parteipräsident Roland Fischer, der 2015 abgewählt wurde, kehrt in den Nationalrat zurück. Dank der grünen Welle und der Listenverbindung mit den Grünen und der SP gelingt Fischer das Comeback.

Ständerat: Zweiter Wahlgang am 17. November

Im Ständerat hat der Bisherige Damian Müller (FDP) auf Anhieb die Wiederwahl geschafft. Der 34-jährige Hitzkircher holte gemäss provisorischem Schlussresultat 308 Stimmen mehr als für das absolute Mehr nötig gewesen wären (zentralplus berichtete). Lange war unklar, ob es Müller schaffen würde, zumal das absolute Mehr im Kanton Luzern vergleichsweise hoch ist, da man – im Unterschied zum Beispiel zum Kanton Zug – auf jedem zweiten Wahlzettel draufstehen muss.

Hinter Müller machte Andrea Gmür (CVP) das zweitbeste Resultat. Die Stadtluzernerin distanzierte Franz Grüter (SVP) überraschend deutlich. Erstaunlich ist auch das gute Abschneiden von Monique Frey. Die Kandidatin der Grünen schnitt besser ab als SP-Kandidat David Roth. Die grüne Welle hat die Kantonsrätin weit nach vorne getragen. Es wiederholt sich damit, was bereits im Frühling in Luzern geschah: Eine grüne Frau überholt den Mann der SP.

Relativ abgeschlagen hinter diesen fünf Kandidaten folgen Michèle Graber (GLP) und Florian Studer (parteilos). Um den Sitz von Konrad Graber kommt es damit am 17. November zu einem zweiten Wahlgang. Bis am Donnerstagmittag wird klar sein, wer dann erneut antreten wird.

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