Lifthersteller Schindler baut weltweit 2000 Stellen ab
  • Wirtschaft
Schindler entlässt im Zuge der Corona-Krise 2000 Mitarbeiter. (Bild: zvg)

Auch Konzernzentrale in Ebikon betroffen Lifthersteller Schindler baut weltweit 2000 Stellen ab

2 min Lesezeit 24.07.2020, 07:36 Uhr

Den Lifthersteller Schindler mit Sitz in Ebikon trifft der Corona-Hammer hart: Der weltweite Einbruch der Märkte hat zu einem massiven Gewinneinbruch geführt.

Schindler spürt die Coronakrise: Der Umsatz sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um 8,7 Prozent, der Konzerngewinn gar um 28,2 Prozent. Im ersten Semester 2020 betrug der Umsatz 4,96 Milliarden Franken, der Gewinn 313 Millionen Franken. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom Freitag hervor.

«Die Bedingungen haben sich in den letzten Monaten weiter verschlechtert. Wir müssen nun handeln und Kosten entlang der kompletten Wertschöpfungskette reduzieren», wird Schindler-CEO Thomas Oetterli zitiert.

Weltweit beschäftigt Schindler über 65’000 Personen. Im Rahmen des Kostenoptimierungsprogramms sollen nun rund 2000 Stellen weltweit abgebaut werden. Das betreffe auch die Konzernzentrale, wie es in der Mitteilung heisst. Diese Restrukturierungsmassnahmen sollen über die nächsten zwei Jahre passieren. Wie die Luzerner Zeitung schreibt, seien 200 Mitarbeiter in der Schweiz von den Kündigungen betroffen. Wie sich diese auf die Sitze Ebikon und Locarno verteilen, wisse man aber noch nicht. Abgebaut werde in erster Linie im administrativen Bereich, die Produktion sei vorerst nicht betroffen.

Weiter in der Gewinnzone – trotz düsterer Aussichten

Der Blick in die Zukunft lässt keine vorerst Besserung erwarten: Schindler erwartet eine weitere Abschwächung der Märkte für Neuinstallationen und Modernisierungen. Frühestens 2022 wird mit einer Erholung auf das Niveau von 2019 gerechnet. Wie sich die Wirtschaft entwickle, darüber herrsche grosse Unsicherheit.

Im laufendes Geschäftsjahr erwartet Schindler einen Umsatzrückgang zwischen 0 und 6 Prozent. Trotzdem rechnet man beim Liftkonzern mit einem Konzerngewinn zwischen 680 und 720 Millionen Franken.

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