Lieber Stadtrat, wie steht’s um «Gundula»?
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Mitglieder der JUSO/SP-Fraktion wollen Antworten vom Stadtrat zu «Gundula». (Bild: zentralplus)

JUSO-Interpellation zur Bodum-Villa eingereicht Lieber Stadtrat, wie steht’s um «Gundula»?

2 min Lesezeit 28.11.2016, 20:42 Uhr

Drei Mitglieder der Luzerner SP/JUSO-Fraktion haben beim Stadtrat einen Vorstoss bezüglich der ehemaligen Hausbesetzung «Gundula» eingereicht. So wollen die Interpellanten etwa wissen, was der Stadtrat vom Vorgehen der Bodum Invest AG in der Angelegenheit halte und wie der Stadtrat künftig mit absichtlich leer gelassenen Gebäuden umgehen wolle.

Die Interpellanten betonen, dass die mediale Aufmerksamkeit für eine Solidarität in der Stadtbevölkerung verursacht habe. «So haben sich Personen aus Nachbarschaft und Zivilgesellscahft wohlwollend gegenüber dem Projekt Gundula geäussert. Auch aus politischen Kreisen erhielt das Projekt unterstützende Voten. So wurden insbesondere die Motivationsgründe als nachvollziehbar erkannt.» Dieses weit gefächerte und breit abgestützte Spektrum an Verständnis und Solidarität verdeutliche, dass in der Luzerner Stadtbevölkerung eine hohe Sensibilität gegenüber mit Absicht leer gehaltenen Wohn- und Veranstaltungsräumen bestehe. So etwas werde als äusserst stossend empfunden, so sind sich die Interpellanten sicher.

Im Frühling erklärte die Stadträtin Manuela Jost, dass bauliche Massnahmen geplant seien, weshalb eine Nutzung der Liegenschaft nur limitiert möglich sei. So hätten im Sommer 2016 auf besagtem Grundstück und der Nachbarsparzelle Bauarbeiten starten müssen. Doch obwohl die Villen an der Obergrundstrasse danach eingerüstet worden seien, sei es «ruhig geworden rund um die stets leer stehenden Gebäude», so die Interpellanten.

Fragen zu den Liegenschaften an der Obergrundstrasse

Die Mitglieder der SP/JUSO-Fraktion wünschen sich nun von der Stadt Luzern Antworten zum Status quo an der Obergrundstrasse. So wollen sie etwa wissen, ob seit der Räumung Kontakte zwischen der Bodum Invest AG – der Besitzerin des Hauses – und dem Stadtrat stattgefunden haben. Zur Antwort wünschen sich die Interpellanten eine Begründung.

Weiter wollen die drei Jungpolitiker wissen, wie der Stand der Bauvorhaben auf den besagten Parzellen sei und wie diese aussehen. Ausserdem will man wissen, wie man zum Vorgehen der Bodum Invest AG stehe (zentralplus berichtete) und ob die Bauarbeiten bewusst verzögert werden.

Zu guter Letzt wollen die JUSO-Mitglieder zudem wissen, was die Haltung des Stadtrats gegenüber dem Umstand sei, dass Immobilien durch ihre Eigentümer absichtlich leer stünden und was der Stadtrat gegenüber solchen Tatsachen zu tun gedenke.

 

zentralplus hat bereits vermehrt über «Gundula» berichtet:

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