Hochschule Luzern berät EU in Fragen zu Blockchain Liebe EU, so geht das mit den Crypto-Technologien!

2 min Lesezeit 20.02.2018, 10:32 Uhr

Die Europäische Union hat einen internationalen Forschungsverbund gegründet, um die Entwicklung der Blockchain-Technologie zu beobachten und zu steuern. Das Departement Informatik der Hochschule Luzern ist als einzige Schweizer Institution an diesem Projekt beteiligt.

«Die Blockchain-Technologie könnte die Art und Weise, wie wir die Wirtschaft oder staatliche Verwaltungen organisieren, komplett verändern», schreibt die Hochschule Luzern in einer Mitteilung. Auch die Europäische Union hat das Potenzial von Blockchain erkannt. Mithilfe des von ihr gegründeten «EU Blockchain Observatory and Forum» möchte sie die Entwicklung dieser Technologie beobachten und mitgestalten.

Dabei handelt es sich um einen internationalen Forschungsverbund, der die politischen Entscheidungsträger beraten soll. Mit dabei: das Departement Informatik der Hochschule Luzern. «Unsere Aufgabe ist, der Politik jene Informationen über Blockchain zu liefern, die sie benötigt, um fundierte Entscheidungen treffen zu können», sagt Alexander Denzler, Leiter des Projektteams an der Hochschule Luzern. Denn die Politiker befänden sich in einer schwierigen Situation: «Sie müssen gesetzliche Rahmenbedingungen für eine Technologie schaffen, die sehr komplex ist und die sie als Laien bisher schlecht verstehen.»

Das kann von Diskussionen über die Einführung von Blockchain im Energiemarkt bis zu allfälligen Verboten Blockchain-basierter Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum gehen.

Einzige Schweizer Institution im Verbund

Damit solche Debatten nicht im luftleeren Raum stattfänden, werde das Observatorium künftig als Bindeglied zwischen Technologie, Forschung und Politik fungieren. Es solle zudem die diversen nationalen Blockchain-Forschungsinitiativen vernetzen und Europa – Schweiz inklusive – eine Führungsrolle bei der Entwicklung und dem Einsatz der Blockchain-Technologie sichern.

Die EU-Kommission hat das EU Blockchain Observatory and Forum Anfang Februar lanciert. Das mit 1.5 Millionen Euro dotierte Projekt ist Teil des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020. Es ist vorderhand auf vier Jahre befristet. Die Hochschule Luzern ist als einzige Schweizer Institution daran beteiligt. Neben dem Departement Informatik gehören dem Observatorium das Imperial College London, das Knowledge Media Institute at Open University und die University of Southampton (alle aus Grossbritannien) an. Industriepartner ist die in den USA beheimatete Blockchain-Softwarefirma ConsenSys.

 

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