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Liebe Baarer, macht doch einfach eine Apéro-Meile!
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Alles, was das Herz begehrt: Ein Apéro riche. Wäre so etwas nicht auch ein süffiges Marketing-Konzept beziehungsweise ein Frequenzbringer für die kränkelnde Dorfstrasse? (Bild: woz)

Damit die Dorfstrasse im Zentrum wieder pulsiert Liebe Baarer, macht doch einfach eine Apéro-Meile!

3 min Lesezeit 25.06.2018, 11:49 Uhr

Im Baarer Zentrum harzt es. Weil es zu viele Autos gibt – und zu wenige Kunden für den kränkelnden Detailhandel. Stadtanalysten sind damit beauftragt worden, Visionen zu entwickeln (zentralplus berichtete). Dabei gäbe es eine naheliegende Lösung. Denn in einem sind die Baarer weltmeisterlich.

Was können die Baarer eigentlich am besten? Gut, die Steuern senken. Definitiv. Inzwischen sind es mit 53 Prozentpunkten die niedrigsten in der Schweiz. Doch davon profitiert kein einziger Detailhändler an der Dorfstrasse.

Glücksspiele, Coiffeurläden und Kebab-Imbisse

Wie wäre es mit noch mehr Coiffeur-Läden und Nagel-Studios? Schliesslich kann Baar getrost als die Kapitale des Figaro betitelt werden – hat es doch fast an jeder Strassenecke im Zentrum einen Coiffeur. 

Auch Glücksspiele boomen im Baarer Zentrum – was man allein schon an den regelmässigen Besuchen der Zuger Polizei ablesen kann, die fast monatlich Ganoven das Handwerk legt, welche gegen die Spielregeln verstossen haben oder irgednwelche Betrügereien veranstaltet haben.

Ach ja, und da sind noch die vielen Kebab-Stände im Zentrum. Die stillen zwar den Appetit vieler hungriger Baarer. Aber so richtig heimelig als Begegnungszentren sind sie dann doch nicht.

Baar ist die Welthauptstadt der Apéro-Kultur

Apropos Essen und Trinken. Es gibt da ja noch eine Disziplin, in der die Baarer seit Adam und Eva eine wahre Leidenschaft entwickelt haben. Ja, in der die Baarer regelrecht brillieren. Man könnte von Baar schon fast als von der Welthauptstadt der Apéro-Kultur sprechen!

Denn niemand geniesst und zelebriert Apéros stilvoller als die Baarer. Egal, ob die katholische Kirchgemeinde, die, wie letzten Sonntag, einen langjährigen Mitarbeiter verabschiedete. Egal, ob die Bürgermeinde sich nach einer Veranstaltung noch gemütlich auf dem Rathausschüür-Platz versammelt. Ja, sogar nach der Veranstaltung zur künftigen Ortsplangestaltung drängt Bauchef Paul Langenegger merklich aufs Tempo, um mit den Baarern anzustossen.

Man könnte fast sagen, die Ba(a)rer sind der Ursprung der Apéro-Kultur schlechthin. Und das nicht nur, weil der Baarer Gemeinderat sich in all den Jahren als recht trinkfreudig erwiesen hat. Schliesslich hat man mit der Brauerei Baar auch eine Institution vor Ort, die ihren Gerstensaft an den Mann bringen muss.

Jeden Tag einen Gratis-Openair-Apéro in der Dorfstrassse

Warum nützt man also nicht diese Baarer Apéro-Hochkultur, um damit die Dorfstrasse wieder aufzupeppen? Man könnte doch jeden Tag einen öffentlichen Apéro irgendwo vor einem Geschäft auftischen. Die Gemeinde übernimmt die Kosten – denn sie weiss ja sowieso nicht recht, wofür sie den momentanen Geldsegen von rund 19 Millionen Franken aus der Jahresrechnung verwenden soll.

Und mit 50’000 bis 100’000 Franken pro Jahr könnte die Gemeinde eine erkleckliche Zahl solcher gluschtiger Volksspeisungen der stilvollen Art, mit Lachs-Canapés, Gemüsestäbchen, Prosecco und natürlich mit Baarer Bier, inszenieren. Und diese Apéros müssten nicht mal immer alkoholischer Natur sein. Man könnte Themen-Apéros für Mütter mit Kindern, für Senioren, für Jugendliche undundund ins Leben rufen. Dazu spielt dann die Feldmusik Baar jeweils ein paar schmissige Klänge.

Apéros wären wichtige Frequenzbringer

Damit liesse sich sicher eine ordentliche Kundenfrequenz in die Dorfstrasse wieder zurückholen, die durch den Bau des Busbahnhofs an den Bahnhofsplatz unwiderbringlich verlorengegangen ist. Und auch so mancher durstige Autofahrer in der Dorfstrasse würde angesichts der Gratis-Freilufthäppchen sofort seine Karre abstellen und spontan mitfeiern.

Ganz zu schweigen von den paradiesischen Zuständen, wenn vielleicht dann 2021 die Tangente fertig ist, und man einen Teil der Dorfstrasse getrost noch weiter verkehrsberuhigen kann.

Also, liebe Baarer, auf gehts! Die Apéro-Meile der Zukunft ruft. Wir sagen jetzt schon mal: Prost!

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