«Leider verdreht die Gegnerschaft die Fakten»

1 min Lesezeit 26.05.2015, 07:17 Uhr

Der Zuger Ständerat Joachim Eder ärgert sich darüber, dass seiner Meinung nach die Gegner des Stadttunnels mit verdrehten Fakten werbe.

Immer wieder werde ich als Ständerat gefragt, ob es stimme, dass der Bund den Stadttunnel als ungenügend bewerte. Viele Nein-Stimmende reden ihn nämlich mit der Begründung schlecht, der Bund halte ihn für nicht unterstützungswürdig. Im Abstimmungsbüchlein schreibt das bürgerliche Gegenkomitee diesbezüglich auf Seite 20 wörtlich: «Der Bund stuft das Kosten-Nutzenverhältnis als ungenügend ein und zahlt keinen Beitrag.» Leider verdreht die Gegnerschaft die Fakten. Tatsache ist, dass der Bund den Stadttunnel – damals noch ohne ZentrumPlus – im «Agglomerationsprogramm Zug 2. Generation» mit höchsten Nutzerpunkten bewertete. Konkret: Der Bund gewährte dem Projekt Stadttunnel Zug elf von maximal zwölf Nutzerpunkten. In Schulnoten ist das eine 5-6, in Worten gut bis sehr gut, also keinesfalls ungenügend!

Dass der Bund keinen Beitrag an den Stadttunnel leistet, hat einen anderen Grund, als ihn die Gegner geltend machen. Mangels ausreichender Mittel unterstützt Bern keine Grossprojekte mehr. Zudem handelt es sich beim Stadttunnel um eine Kantonsstrasse und nicht um eine Nationalstrasse. Dies wird ebenfalls verschwiegen. Orientieren Sie sich also an den Fakten. Sie können auch aus Sicht des Bundes am 14. Juni 2015 mit ruhigem Gewissen Ja zum Stadttunnel stimmen.

Joachim Eder, Ständerat, Unterägeri

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