Zünftler feierten im «Lapin» in Luzern – als Hotelgäste
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Für das Bärteliessen zuhause wurden rund 600 Fritschi-Pasteten vorbereitet. (Bild: Wikipedia)

Bärteliessen Zünftler feierten im «Lapin» in Luzern – als Hotelgäste

1 min Lesezeit 18 Kommentare 19.01.2021, 11:04 Uhr

Das Hotel Lapin war am Samstag in den Farben der Safran-Zunft dekoriert. Im Innern dinierten offenbar 40 Gäste, einige davon Zünftler, die am traditionellen Bärteliessen teilnahmen – als Hotelgäste, wie der Besitzer versichert.

Es habe reger Betrieb geherrscht an der Museggstrasse am Samstagabend, berichten Leserreporter gegenüber der «Luzerner Zeitung». Der Grund soll das traditionelle Bärteliessen der Safran Zunft gewesen sein. Aussen war das Hotel mit gelb-roten Flaggen geziert, innen fanden sich offenbar rund 40 Personen an den Tischen ein.

Ferdinand Zehnder, selbst Safran-Zünftler, versichert gegenüber der Zeitung, dass man die Hotelgäste am Samstag unter Einhaltung aller Corona-Regeln bedient habe. Nicht nur Zünftler, sondern auch andere seien dabei gewesen. Der Abstand wäre eingehalten worden und die Gäste durch Trennwände geschützt. Und: Alle, die dort dinierten, hätten auch im Hotel übernachtet. Von «Schein-Buchungen» distanziert sich Zehnder klar.

Das Bärteliessen wurde von der Zunft als «Drive-In»-Essen angekündigt – und war offenbar ein Erfolg: Rund 600 vorbereitete Fritschi-Pasteten wurden in der Bäckerei Kreyenbühl vorbereitet und abgeholt. Ursprünglich hätte der Anlass der Safran-Zunft im KKL durchgeführt werden sollen, wo es aber aus bekannten Gründen nicht stattfinden konnte.

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18 Kommentare
  1. Stefan, 20.01.2021, 18:20 Uhr

    Und alle Kommentarschreiber gehen übers Wochenend Skifahren mit Übernachtung, und das ok. Geht mal in jedes Skigebiet, wer übernachtet darf am Abend im Übervollen Restaurant essen, trinken und zwar ohne Maske Körper an Körper.
    Ich lese hier nur eines, Neid, Neid, Neid.

    1. bruder fritschi, 21.01.2021, 09:57 Uhr

      also das macht mi sauer….die fasnachtsbonzen können mir mal die pastete runter rutschen😡

  2. CScherrer, 19.01.2021, 17:07 Uhr

    Die Fritschi-Pasteten-Fetischisten ausser Rand und Band. Ein Hotelier redet sich um Kopf und Kragen. Kann durchaus sein, dass gewisse Zünftler dort übernachtet haben. Dennoch war die Absicht klar. Man umging die Bestimmungen und das macht alles einfach nur noch peinlich. Zugetraut hätte man dies eher der Wey Zunft und nicht der Zunft zu Safran. Natürlich waren auch noch andere Gäste im Restaurant. Das ist nicht das Problem, das sauer aufstösst. „Freude der Jugend, Hilfe den Armen, Liebe dem Alter“, so die Devise der Zunft zu Safran. Davon ist tatsächlich nichts zu spüren. Natürlich betrifft dies nur einen kleinen Teil der Zünftler, welche der Zunft, aber auch dem überaus sympathischen Zunftmeister, Daniel Medici, sehr schaden. Mehr als nur ungeschickt.

  3. Knüsel, 19.01.2021, 12:44 Uhr

    Na ja die können es sich wohl leisten. Gegenüber dem einfachen Fussvolk nicht so charmant. Chügelipasteli waren jedoch sicher fein.

    1. CScherrer, 19.01.2021, 17:09 Uhr

      Die Zünftler essen keine Chügelipastete sondern eine Fritschi-Pastete. Ist nicht ganz das Gleiche.

  4. Kasimir Pfyffer, 19.01.2021, 12:11 Uhr

    Bravo Safranzünftler, ihr habt den Intelligenztest nicht bestanden! Wegen Egoisten wie euch kommt es immer wieder zu neuen Clustern, und wir bäschelen noch bis Ende Jahr mit Maske und Abstand. Danke für gar nichts.

    1. CScherrer, 19.01.2021, 17:09 Uhr

      Warten wir mal den Schmotzige Donnschtig ab. Könnte da noch ein paar andere Aufreger geben…..

    2. Schwegi, 20.01.2021, 07:12 Uhr

      Aber zu hunderten Skifahren gehen…
      Merken Sie was? Oder wollen Sie nicht?

    3. Kasimir Pfyffer, 20.01.2021, 08:52 Uhr

      @ Schwegi: Was soll ich merken? Für mich ist es selbstverständlich, dieses Jahr auf Wintersport zu verzichten. Schon nur aus Respekt vor dem Spitalpersonal.

    4. Schwegi, 20.01.2021, 09:26 Uhr

      @Kasimir Pfyffer Dass wenn man die Möglichkeit bietet, dies auch ausgenutzt wird. Hotelgäste dürfen bedient werden, also wird man Hotelgast. Skigebiete sind offen, also geht man Skifahren.
      Wenn der BR solche Beschlüsse erlässt muss man damit rechnen dass die Lücken ausgenutzt werden.
      Dazu dann mangelnde Intelligenz zu unterstellen zeigt höchstens die eigene reduzierte Sichtweise.

    5. Kasimir Pfyffer, 20.01.2021, 16:26 Uhr

      @ Schwegi: Ja, die Beschlüsse des Bundesrats bestehen vor allem aus Lücken, Ausnahmen und Spezialregelungen. Da fasse ich mir an den Kopf, und Sie sich vielleicht auch. Aber genau darum müssen wir uns eben alle ein bisschen intelligent verhalten und uns nicht nur auf „Das ist nicht explizit verboten, also darf ich es dänk“ berufen. Ist es schlau, sich zu einer Gruppe von 40 Leuten zusammenzufinden, wenn – wie jeder weiss – Gruppen über fünf sehr, sehr ungünstig sind?

    6. Roli Greter, 21.01.2021, 06:52 Uhr

      Den Herren Scherrer und Pfyffer mangelt es an Solidarität gegenüber einem sehr grossen Teil der Gesellschaft, indem sie sich mit einem sehr kleinen Teil der Gesellschaft solidarisieren. Ist okay, darf ja jeder machen wie er mag, ihre Missgunst und der Neid holen leider ein paar schlechte Eigenschaften aus ihnen heraus.

      Liebe Zünftler, ich freue mich für euch dass ihr euch diesen schönen Abend gegönnt habt

  5. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 19.01.2021, 11:27 Uhr

    Gewisse erlauchte Mitglieder gewisser noch erlauchteren Kreise sind eben gleicher als gleich. Darum würde in so einem Fall auch niemals staatlich – sprich Polizei, noch schlimmer Bussen – interveniert. Man schlägt ganz grundsätzlich nur immer unten mit voller Härte der Stahlrute zu! Hingeben oben greifen sofort die dienlichen Netzwerke, reissfeste Seilschaften, unverbrüchliche Abhängigkeiten und gutgemeinte Privilegien. Aber man darf ruhig weiter von der klassenlosen Gesellschaft, der gleichen Behandlung und den gleichen Chancen für alle fabulieren.

    1. Fortunée, 19.01.2021, 12:01 Uhr

      Top, denn genau so ist es. Leider.
      Schön dass es noch mutige Leute gibt, die dies auch kundtun und sich empören, denn es ist extrem nötig.
      Es herrscht seit langem keine Gleichheit mehr.
      Ausserdem gibt es zu viele Doppelstandards und Doppelmoral.
      Gruess✌👍

    2. Lozärner, 19.01.2021, 12:01 Uhr

      Was hat dies mit einer Zweiklassengesellschaft zu tun? Dies ist alles erlaubt, so können auch Sie und ich mit Freunden in ein Hotel zum übernachten mit Abendessen.

      Also viel heisse Luft um nichts… Und vielleicht auch einmal daran denken, dass die Zünfte und deren Mitglieder auch sozial engagieren.

    3. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 19.01.2021, 12:19 Uhr

      Das Argument des „…aber sozialen Engagements“ ist einfach nur dumm. Ins gleiche Horn stösst der neoliberale Tenor, dass man die Superreichen nur nicht gem. Steuergesetzgebung besteuern soll, damit sie nachher freiwillig und trickle-downmässig caritativ tätig werden. Diese Logik wird natürlich von denen propagiert, die in erster Linie von der Freiwilligkeit profitieren. Dasselbe Argumentarium wird im Übrigen seit Jahren auch von den Kirchen immer wieder gerne unters Volk gemischt und dient mitunter als Legitimationsbasis. Dabei haben aber die Verbrechen der Kirche und das soziale Engagement der Kirche sogar nichts miteinander zu tun. Darum bei der Betrachtung trennscharfes Mass anlegen und nicht vermischen, was nicht zusammengehört!

    4. CScherrer, 19.01.2021, 17:11 Uhr

      @Lozärner: Studieren Sie mal die Devise der Zunft zu Safran! Natürlich haben Sie recht. Dennoch eher peinlich und ungeschickt.

    5. Roli Greter, 21.01.2021, 06:55 Uhr

      Manche wünschen sich wohl tatsächlich einen Polizeistaat. Bedenklich, ein wenig Mitleid mit diesem Teil der Gesellschaft habe ich jedoch trotzdem, Angst und Neid sind schlechte Begleiter.

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