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Laferi Deville bekommt aufs Dach
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Late-Night-Talker Dominic Deville reitet die Hype-Welle – dank Donald Trump. (Bild: SRF/Oscar Alessio/Montage zentralplus)

Wegen Stimmungsmache vor Atomausstiegs-Initative Laferi Deville bekommt aufs Dach

2 min Lesezeit 27.02.2017, 10:06 Uhr

Der SRG-Ombudsmann Roger Blum sagt «Deville Light Night» sei «mehrfach eine Propagandasendung für die Atomausstiegsinitiative» gewesen und rügt den Luzerner Satirikers Dominic Deville wegen des Verstosses gegen das Vielfältingkeitsgebot.

In der Satiresendung am 25. November 2016 widmete sich Moderator Dominic Deville den Themen Energie und Atomstrom – nur gerade zwei Tage vor der Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative. Ein Zuschauer beanstandet bei der Ombudsstelle der SRG, der Inhalt der Sendung trage mache Stimmung für ein Ja zur Initiative.

In seinem am Sonntag veröffentlichten Schlussbericht hat Ombudsmann Blum der Beanstandung nun beigepflichtet, wie die Nachrichtenagentur sda berichtet. Vor Wahlen und Abstimmungenwürden besondere journalistische Sorgfaltspflichten gelten, und das Vielfaltsgebot sei jede einzelne Sendung auf jede einzelne Sendung anwendbar, auch auf Satiresendungen.

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Satire muss nicht ausgewogen sein

Die SRF-Comedy-Redaktion hatte argumentiert, die Praxis erlaube der Satire auch tendenziöse Aussagen, die nicht neutral und ausgewogen seien. «Deville Late Night» sei klar als Satire erkennbar. Dass sich dies allerdings nicht immer für alle Zuschauer einfach erschliesse, äussere sich nicht selten bei neueren Sendungen, deren Format noch nicht abschliessend etabliert sei.

Blum hielt dagegen fest, die beanstandete Sendung «Deville Late Night» sei «mehrfach eine Propagandasendung für die Atomausstiegsinitiative» gewesen: In der bildlichen Anmoderation, im thematischen Schwerpunkt zwischen den Minuten 6:40 und 11:50 sowie am Schluss.

Kann Sendung nicht zu «Propagandasendung umfunktionieren»

«Niemand verbietet Dominic Deville, für die Atomausstiegsinitiative zu sein, aber er kann seine Sendung nicht zu einer Propagandasendung umfunktionieren, auch nicht in einer satirischen Variante», heisst es abschliessend. Volk und Stände hatten die Atomausstiegsinitiative der Grünen deutlich abgelehnt.

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