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Läden statt Wohnungen: Stadtrat sieht keinen Handlungsbedarf
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Die Geschäfte in der Altstadt müssen noch bis im Frühjahr 2020 warten, bis sie länger offen haben können.   (Bild: bic)

Zu wenig Wohnraum in der Luzerner Altstadt? Läden statt Wohnungen: Stadtrat sieht keinen Handlungsbedarf

2 min Lesezeit 21.05.2019, 18:18 Uhr

In der Luzerner Altstadt gebe es genügend Wohnraum, findet der Stadtrat. Anders die Luzerner SP: Sie kritisiert schwindende Wohnungsflächen aufgrund vergrösserter Ladenflächen.

Lassen Liegenschaftsbesitzer in der Luzerner Altstadt absichtlich Wohnflächen unbewohnt? Diese Vermutung äusserten die SP-Politiker Mario Stübi und Cyrill Studer in einem Vorstoss. Grund für ihre Annahme: An attraktiven Passantenlagen würden die Eingänge zum Treppenhaus zugunsten einer Erweiterung der kommerziell lukrativen Ladenfläche entfernt. Darum fehle es in der Altstadt vermehrt an durchmischtem Quartieren und bezahlbarem Wohnraum.

Fehlende Erschliessungen von Obergeschossen gebe es in einzelnen Fällen, doch diese seien auf altrechtliche Umbauverfahren zurückzuführen oder wurden ohne Kenntnis der Behörden vollzogen. Bei diesen könne eine ein Rückbau verfügt werden. «Klar festzuhalten ist, dass seit mindestens 15 Jahren eine strikte Bewilligungspraxis durchgesetzt wird und keine solchen Erschliessungssituationen mehr bewilligt werden», hält der Stadtrat fest.

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Wohnanteil sei gesichert

Der Stadtrat sieht keinen weiteren Handlungsbedarf, wie er in der Antwort festhält: «Mit der bereits heute strikten Bewilligungspraxis sichert der Stadtrat die bestehenden Wohnanteilflächen mit dem Ziel einer ausgewogenen Nutzungsdurchmischung von Wohnen und Arbeiten in der Altstadt.»

Der Wohnanteil nehme in der Altstadt sogar zu: Zurzeit leben 741 Personen in der Altstadt, die Anzahl Wohnungen sei in den letzten sieben Jahren stabil geblieben. Von den 730 Wohnungen seien momentan 20 leerstehend. «Die Entwicklung über die letzten Jahre zeit auf, dass das Altstadtgebiet durchaus als Wohnquartier beliebt ist», so die Antwort.

In der Gestaltung des öffentlichen Raums gibt’s noch Potential. Die Kleinstadt oder der Grendel sind bereits umgesetzt, andere Projekte wie die Bahnhofstrasse oder die Pfistergasse lassen auf sich warten.

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