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Kuriose Vermisstmeldung: Wer hat den lebensgrossen Teddybär geklaut?
  • Gesellschaft
Mit diesen Fahrzeugen führt «Loop Tours» Touristen durch die Stadt. Immer mit dabei: Teddybär Antonio. (Bild: zvg )

Maskottchen von Velotour-Anbieter verschwunden Kuriose Vermisstmeldung: Wer hat den lebensgrossen Teddybär geklaut?

2 min Lesezeit 1 Kommentar 10.07.2019, 13:49 Uhr

Roberto Riccardi staunte nicht schlecht, als sein 1,75-Meter-Teddybär plötzlich verschwunden war. Dieser hatte Touristen stets Freude bereitet.

Eine Vermisstmeldung der anderen Art prangt derzeit an diversesten Stellen in der Stadt Luzern. Vermisst wird seit dem 4. Juli Antonio. Er trägt Jeans, ein gelbes T-Shirt, ist circa 1,75 Meter gross und hat braune, kurze Haare. Er spricht Italienisch, Spanisch und lernt derzeit Deutsch.

Antonio ist ein riesiger Teddybär und das Maskottchen des Unternehmens «Loop Tours». Dessen CEO Roberto Riccardi bestätigt auf Anfrage, dass der Plüschbär beim Bahnhof Luzern gestohlen wurde. Er hatte seine Vehikel jeweils bei der Velostation der Caritas parkiert, das Areal war zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen.

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An verschiedenen Orten in der Stadt Luzern wurde diese Vermisstmeldung aufgehängt (Bild: les)

Roberto, der Wert darauf legt, beim Vornamen genannt zu werden, bietet Touristen aus aller Welt geführte Touren an. Dabei setzt sich jemand auf das Elektrovelo – eine weitere Person kann auf der Konstruktion vorne Platz nehmen. «Die Rikschas sind weitherum bekannt. Bei uns sind die Touristen auch selbst aktiv», sagt Roberto, der vier solche Fahrräder in seinem Sortiment hat. «Bei unseren Touren kommen die Gäste auch an Orte, an die man auf einem normalen Touristen-Rundgang nicht hinkommt.»

«Antonio ist von unbezahlbarem Wert.»

Roberto

Ein Gast, der stets mit auf Tour geht, ist eben Antonio. Roberto: «Jemand darf jeweils neben dem Teddy sitzen. Besonders Kinder freuen sich immer riesig.» Auch als Selfie-Sujet eigne er sich gut. Den Diebstahl findet er alles andere als lustig: «Antonio ist von unbezahlbarem Wert.» Eine Anzeige hat er jedoch nicht eingereicht. «Wäre cool, falls er wiederauftaucht. Aber so richtig glaube ich nicht daran», sagt der Tourguide.

Den riesigen Teddy schaffte er sich zu Werbe- und Marketingzwecken an. Und Roberto verneint nicht, dass er hoffe, mit der Vermisstmeldung sein Unternehmen bekannter zu machen. Er entdeckte das Geschäftsmodell in Kopenhagen und brachte es in die Schweiz. Seit drei Monaten ist er nun auf Tour. «Auch Antonios Verlust bringt mich nicht vom Weg ab», sagt er.

Sitzt Antonio neben dir, gibt es keinen Grund, aufs Smartphone zu starren.

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1 Kommentare
  1. Ted3, 11.07.2019, 09:04 Uhr

    Ted resp. Antonio wollte vermutlich mal was neues, statt nur immer mit Touris unterwegs sein.